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Nach 20 Jahren Recherche: Christian Vogel veröffentlicht „Alte Straßen in Wetterau, Kinzigtal und Vogelsberg“

Nach 20 Jahren Recherche: Christian Vogel veröffentlicht „Alte Straßen in Wetterau, Kinzigtal und Vogelsberg“

Historische Wegeführungen stellt der Heimatforscher Christian Vogel in seinem neuesten Werk vor. 20 Jahre lang hat der inzwischen 84-Jährige für das Buch „Alte Straßen in Wetterau, Kinzigtal und Vogelsberg“ (ISBN 978-3-945423-11-0) recherchiert, das in den örtlichen Buchhandlungen erhältlich ist oder direkt beim Autor via E-Mail christian_vogel40@yahoo.de bestellt werden kann.

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„Straßenforschung ist Rekonstruktion des Verlaufs alter Straßen auf dem heutigen Gelände aus Anhaltspunkten. Sind solche Anhaltspunkte gänzlich verschwunden, ist Straßenforschung nicht mehr möglich. Straßenforschung beginnt daher grundsätzlich vor Ort im Gelände“, beschreibt Vogel seine Arbeit. Über die Epochen hätten alte Straßen ihren Verlauf immer wieder geändert, eher selten hätten sie durchgehend durch die Zeiten dieselbe Trasse benutzt. Vogel weiter: „Wesentliches Element der Straßenforschung ist das Aufsuchen von Rinnen oder Hohlen im Gelände. Manchmal finden sie sich auch auf Messtischblättern. Moderne Wege weisen sie allenfalls am Rande auf, sie sind meist auf aufgegebenen Trassen oder im offenen Gelände zu suchen.“

Dokumentiert hat der Heimatforscher aus Niddatal-Assenheim seine Arbeit mit über 350 Abbildungen. Die Leser tauchen teils tief in die Straßenforschung ein, erfahren beispielsweise, dass sich die Straßen der Region in vier Epochen unterscheiden lassen: Keltische, römische sowie früh- und spätmittelalterliche Straßen. „Erst seit dem 18. Jahrhundert entstanden ganz allmählich moderne Straßen – weitgehend noch heute in Benutzung – durch Straßenbau im modernen Sinne des Wortes“, so Vogel. Untersucht hat er das Gebiet zwischen Main - Bergen-Enkheim – der Erlenbach – der Limes bis Grüningen – die Rhein/Weser Wasserscheide bis zum Landrücken – den Wasserscheiden zwischen Kinzig und Jossa beziehungsweise Kinzig und Kahl. „Dies ist in etwa das Einzugsgebiet der kleinen Flüsse Nidda (obere) und Kinzig. Uns es entspricht ganz in etwa dem Gebiet des Archidiakonates des Mariengredenstiftes in Mainz“, erklärt der Autor.

Die Leser werden in dem Buch viele Straßennamen finden, die auch noch heute bestehen: So geht es beispielsweise um die Hauptstraßen von Südwest nach Nordost der Kinzig – eine davon die Birkenhainer Straße. Als zentrale römische Straßen gelten unter anderem die Grüne Straße (Okarben – Hanau) oder auch die Butzbacher Straße (Friedberg – Butzbach). Die Weinstraßen in Vogelsberg und Wetterau sowie die „Via Regia“ von Frankfurt durchs Kinzigtal nach Fulda werden ebenfalls erläutert.

Das Buch „Alte Straßen in Wetterau, Kinzigtal und Vogelsberg“ ist unter anderem in der Grimmelshausen Buchhandlung in Gelnhausen erhältlich und kostet 18 Euro.

vogelaltestrassen az

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