Die Region ist für ihre zahlreichen Fossilien aus der Jurazeit bekannt. Vor rund 150 Millionen Jahren erstreckten sich dort flache Lagunen, in denen Tiere und Pflanzen sehr gut erhalten blieben. Eine besondere Bedeutung kommt Archaeopteryx zu. Die Betrachtung der fossil erhaltenen Merkmale bietet eine spannende Gelegenheit, Veränderungen im Verlauf der Evolution genauer nachzuvollziehen.
Getreu dem Motto „Freiheit in Gebundenheit“ entwickelten die Jugendlichen eigene Forschungsfragen, denen sie während der Exkursion nachgingen. Digitale Materialien boten Orientierung und gaben Impulse. Gleichzeitig blieb viel Raum für eigene Beobachtungen und selbstständiges Forschen.
Nach der Ankunft im Bildungs- und Begegnungshaus in Mörnsheim wurde zunächst gemeinsam gekocht. Am Abend tauschte sich die Gruppe bei Mondschein über ihre Forschungsfragen aus und nutzte ein digitales Teleskop, um den Mond und den nächtlichen Himmel zu beobachten.
An den beiden folgenden Tagen standen die Fossilien der Jurazeit im Mittelpunkt. In den Archaeopteryxwelten in Solnhofen erhielten die Jugendlichen zunächst einen Einblick in die damalig vorherrschenden Lebensräume. Anschließend suchten sie im Steinbruch selbst nach fossilen Spuren im bekannten Solnhofener Plattenkalk. Beim Aufspalten der Gesteinsplatten kamen unter anderem kleine Knochenfische, Ammoniten, Haarsterne und Koprolithen zum Vorschein. Die selbst gefundenen Fossilien durften nach einer kurzen Überprüfung als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Am Sonntag besuchte die Gruppe einen weiteren Steinbruch sowie das Jura-Museum in Eichstätt. Besonders spannend waren im Museum die lebenden Pfeilschwanzkrebse im Aquarium. Fossile Formen aus der sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen und weisen große Ähnlichkeiten mit den heutigen Tieren auf.
Zum Abschluss präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse und tauschten sich über offene Fragen aus. Die Fahrt bildete zugleich den Auftakt eines längerfristigen Projekts der MINT-Mannschaft. Angelehnt an den reformpädagogischen Dalton-Ansatz sollen die Jugendlichen auch künftig eigene Interessen verfolgen, selbstständig Schwerpunkte setzen und ihre Fähigkeiten beim eigenständigen Forschen weiterentwickeln.





