Seitens der Reha-Klinik, die sich seit jeher in Familienhand befindet, nahmen der Geschäftsführer Georg Freund und der Betriebsleiter Michael Kempa teil. Während des Besuchs gewannen die Liberalen unter anderem bei einer Rundführung einen Eindruck über das historische Unternehmen, das seit über 120 Jahren Rehabilitation betreibt und rund 140 Mitarbeiter beschäftigt. 2007 wurde in Frankfurt eine zweite Rehaklinik in Betrieb genommen.
"Unsere größte Herausforderung ist der Genehmigungsvorbehalt", stellte Geschäftsführer Georg Freund gleich zu Beginn des Dialogs klar. Ein Sachbearbeiter in der Krankenkasse entscheide, ob eine Rehabilitationsmaßnahme, die der Hausarzt beantragt hat, genehmigt würde oder nicht. Oft finde eine Ablehnung der Maßnahme ohne haltbaren medizinischen Grund statt, Patienten würden oft gegen falsche Entscheidungen der Krankenkasse aufgrund fehlender Kraft vorgehen, so Freund. Er verdeutlichte: "Dass ein Sachbearbeiter der Krankenkasse über das Wohl und Wehe des Patienten entscheidet, ist nicht in Ordnung. Der Hausarzt weiß besser, ob eine Reha notwendig ist." Auch wenn das deutsche Gesundheitssystem das beste der Welt sei, gäbe es Verbesserungsbedarf, so Freund.
Bei vergangenen Besuchen von Reha-Kliniken wurde Hahn mit dem Problem, dass Reha-Kliniken keine Pflegekräfte ausbilden dürfen, konforntiert. Auch die Reha-Klinik Küppelsmühle, die in Bad Orb über 160 Betten verfügt, ist hiervon betroffen. Hahn verdeutlichte, dass dies im Bundestag zügig geändert werden müsse, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Abschließend würdigte der Freie Demokrat die zahlreichen ehrenamtlichen Engagements von Freund von IHK Vollversammlung bis Unternehmerverbände. „So stellen wir uns den Austausch zwischen Politik und Mittelständische Unternehmen vor.
Foto (von links): Daniel Protzmann, Georg Freund, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Michael Kempa.



