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Horstberg als Gesundheitsstandort: Strauss-Vertraute legt Gutachten vor

Horstberg als Gesundheitsstandort: Strauss-Vertraute legt Gutachten vor

"Die Kurstadt Bad Orb verfolgt seit mehreren Jahren eine strategische Neuausrichtung ihres Gesundheitsangebotes", so die Bad Orb Kur GmbH in einer Pressemitteilung.

Ziel sei es, die knapp 200-jährige Kurtradition in eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Gesundheitsdestination zu überführen. Damit reagiere Bad Orb nicht nur auf die veränderten gesundheitlichen Bedarfe der Bevölkerung und Gäste, sondern auch auf die wachsende Bedeutung präventiver und naturbasierter Therapieformen.

Steffen Kempa, Geschäftsführer der Kurgesellschaft, will diesen Weg konsequent weiterverfolgen. „Wir haben in Bad Orb einen umfassenden Entwicklungs- und Transformationsprozess angestoßen. Einerseits entsteht derzeit mit der Walderlebniswelt ein attraktives touristisches Angebot, andererseits wird gemeinsam mit der ALEA Foundation die gesundheitsbezogene Infrastruktur gezielt ausgebaut. Zentrale Elemente dieser Entwicklung sind das neue Badehaus und Gesundheitszentrum BALNOVA sowie der geplante Kur- und Heilwald CURA SILVA am Horstberg, wo naturbasierte Therapieverfahren in ein ganzheitliches Behandlungskonzept integriert werden sollen."

Kempa begrüßt in diesem Zusammenhang die Entscheidung der Politik, die Bürgerschaft aktiv einzubeziehen: „Am 15. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger Bad Orbs in einem Bürgerentscheid darüber, ob sie diese langfristige Entwicklungsstrategie mittragen.“ Hintergrund ist laut seinen Angaben die Einschätzung von Fachleuten, dass das neue Gesundheitskonzept nur schwer mit dem von Hessen.Forst und Ørsted geplanten Windpark vereinbar sei. „Sollte der Windpark realisiert werden, besteht die Gefahr, dass Bad Orb seine positive Entwicklungsperspektive verliert“, so der Geschäftsführer der Kurgesellschaft.

"Doch worum geht es konkret in diesem Zukunftskonzept? In einer fachlichen Ausarbeitung bewertet die Kurortwissenschaftlerin und Waldtherapie-Expertin Dr. Gisela Immich die geplante Entwicklung als therapeutisch sinnvoll, strukturell tragfähig und langfristig zukunftsorientiert. Aus ihrer Sicht bietet Bad Orb sehr gute Voraussetzungen, um sich als innovativer Gesundheitsstandort mit naturbasierten Therapieangeboten zu profilieren", erklärt Kempa. Dr. Gisela Immich unterstützt schon seit längerem den Bad Orber Ehrenbürger Henning Strauss dabei, die geplanten Windkraftanlagen auf dem Horstberg zu verhindern und stattdessen einen Kur- und Heilwald zu manifestieren (siehe Video).

Wald- und Klimatherapie als gesundheitliche Säule

Dr. Immich betone, dass naturbezogene Therapieformen – insbesondere Waldtherapie, Klimatherapie und therapeutisch begleitete Bewegung – nachhaltig positive Effekte auf mentale, psychische und physische Gesundheit haben. Der Horstberg biete hierfür ideale Voraussetzungen. Zugleich ermögliche die Einbindung des neuen Gesundheitszentrums BALNOVA die Verknüpfung klassischer Sole-Balneotherapie mit modernen Präventions- und Rehabilitationsverfahren – von Bewegungstherapie über Achtsamkeits- und Body-Mind-Verfahren bis hin zu Psychotherapie-begleitenden Anwendungen.

Therapeutische Entwicklungsachse mit Alleinstellungsmerkmal

Als zentrales Zukunftsprojekt empfehle Immich nun weiterzudenken: Der Kur- und Heilwald mit strukturierten Waldtherapie-Angeboten, klimatischen Terrainkurwegen mit professioneller therapeutischer Begleitung, Achtsamkeits- und Bewegungsangeboten im Wald sowie therapeutischem Golfen auf dem Golfplatz Bad Orb schaffe ein komplett neues Angebot und werde viele zusätzliche Gäste nach Bad Orb bringen, prognostiziert die Expertin. Gerade die Verbindung aus Sole, Wald- und Klimatherapie sowie bewegungsorientierter Prävention gebe Bad Orb ein differenzierbares und einzigartiges Gesundheitsprofil, dass die Destination überregional attraktiv machen könne.

Empfehlung: Horstberg dauerhaft der Gesundheitsnutzung widmen

In ihrer abschließenden Bewertung spricht sich Dr. Immich laut Kempa ausdrücklich dafür aus, den Horstberg dauerhaft und umfassend – einschließlich der Flächen im Staatswald – für gesundheitsbezogene Nutzungen zu sichern. Die geplanten Entwicklungen seien aus fachlicher Sicht sinnvoll, gut begründbar und langfristig tragfähig. Voraussetzung hierfür seien weiterführende Abstimmungen zwischen der Stadt Bad Orb, Hessen.Forst und dem Land Hessen. Die Potenziale seien jedoch erheblich: Mittelfristig könne Bad Orb die Position als „erstes Waldheilbad Hessens“ einnehmen und damit eine landesweit wie überregional bedeutsame Vorreiterrolle im Bereich naturbasierter Gesundheitsversorgung übernehmen.

Die Kurgesellschaft begrüßt die fachliche Einordnung

Als einer der Projektträger des Kur- und Heilwaldes erklärt Steffen Kempa für die Kurgesellschaft: „Diese unabhängige Expertise bestätigt, dass Bad Orb mit der Kombination aus moderner Kurmedizin, Balneotherapie und Wald- und Klimatherapie einen inhaltlich schlüssigen und zukunftsorientierten Weg verfolgt. Der Horstberg ist dabei kein austauschbarer Naturraum, sondern ein zentraler, therapeutischer Standortfaktor und ein Schlüsselbaustein für die Gesundheitszukunft unserer Kurstadt.“

Horstberg als Gesundheitsstandort: Strauss-Vertraute legt Gutachten vor

Kommentare

1
Sven Schmmidt
2 monate vor
Das ist leider komplett falsch, nur Gelabber
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10
Hermann
2 monate vor
Nun werden erneut „Behauptungen“ aufgestellt, die ohne jeden wissenschaftlichen Beweis, der nachvollziehbar und anerkannt erbracht worden wäre, das „Alea Konzept Heilwald“ ( die Straßenbeschilderung ist ja dankenswerter Weise schon VOR einer Installation des Projektes aufgestellt) als „Beleg für die Legitimation und Notwendigkeit“ für den Bürgerentscheid darzustellen.
Dabei wird vergessen , das zum Einen die bereits getroffenen , raumordnerischen Planungen zur Windkraftinstallation bereits eine Bürgerbeteiligung hatten (weswegen ja auch eine der beiden Formulierungen kassiert wurde) und andererseits bei derartiger Entfernung der geplanten Windkraftprojekte zur Stadt und „Restwald“ einer koexistenziellen Nutzung des Waldes für Heil- und Kurzwecke (wahrscheinlich dann fast ausschließlich für Privatpatienten) nichts im Wege steht.
Jeder und jede weiß um die auf Psyche, Körper und allgemeinem Wohlbefinden positiven Wirkungen von Wäldern. Das kennt jeder vom Spaziergang im Wald und dazu bedarf es nicht pseudowissenschaftlicher Abhandlungen. Die Zukunftssicherung der Stadt als Kurort und lebenswerter Wohnstandort für alle liegt eben nicht nur in der „Erhaltung“ des Horstberges. Der Hinweis auf das „therapeutische Golfen“ lässt einmal mehr ein besonderes Licht auf die Vehemenz werfen, mit der durch großen finanziellen Aufwand mit allen Mitteln versucht wird „eine Stimmung“ zu erzeugen. Den Bürgerinnen und Bürgern muss gesagt werden, das sie bereits vor Jahren die Möglichkeit für Einwendungen hatten . Das wurde offenbar versäumt und wenn denn der Wald insgesamt derart wichtig ist und erhalten werden muss, dann drängt sich die Frage auf, warum den seinerzeit verantwortlichen Menschen das nicht wichtig genug war.
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