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Windkraft in Bad Orb: Grüne sehen keine Gefahr für Waldgebiet

Windkraft in Bad Orb: Grüne sehen keine Gefahr für Waldgebiet
Das Foto ist während der Begehung der Windvorrangfläche entstanden und zeigt (von links) Philip Schinkel (Fraktionsvorsitzender), Volker Lechthaler (Listenkandidat GRÜNE Bad Orb ), Richard Roth (Ortsvorstand GRÜNE Bad Orb) und Kaya Kinkel (MdL Grüne Hessen), wie sie die Pläne der Windvorrangfläche 2-304 mit den Planungen zum Projekt CURA SILVA vergleichen.

Sie ist in aller Munde: Die 455 Hektar große Windvorrangfläche 2-304 auf dem Bad Orber Horst. Um sich vor Ort ein Bild zu machen und die Debatte um den geplanten Bau von Windenergieanlagen zu versachlichen, hat der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Bad Orb gemeinsam mit Mitgliedern aus dem Jossgrund und Biebergemünd eine Ortsbesichtigung unternommen.

"Auf der Vorrangfläche könnten nach aktuellem Stand bis zu acht Windräder der 7-Megawatt-Klasse entstehen. Diese könnten jährlich ca. 120 Gigawattstunden Strom erzeugen – genug, um rechnerisch über 34.000 Menschen mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die Planung konzentriert sich auf die windstarken Hochlagen; ökologisch sensible Bereiche bleiben ausgespart. Zum Vergleich; Die 4.9 Hektar große Freiflächenphotovoltaikanlage an der Eisernen Hand kann wohl bis zu 5,6 Gigawattstunden Strom jährlich erzeugen. Begleitet wurde die Begehung von Kaya Kinkel, Landtagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin der Grünen Hessen, Holger Marquart vom Energiestammtisch Freigericht sowie Peter Ringelstein, Naturparkführer und grüner Stadtverordneter. Sie gaben Einblicke in technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte der Windkraftnutzung. Fakt ist: Landesweite Zielvorgaben verlangen zusätzliche Flächen", so die Grünen in einer Pressemitteilung.

Hessen habe sich verpflichtet, zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft bereitzustellen. "Der Bund sieht zukünftig sogar 2,2% vor. Für Bad Orb bietet das Projekt klare wirtschaftliche Vorteile: Durch die Beteiligung nach § 6 EEG wären jährlich circa 100.000 Euro an direkten Einnahmen für die Stadt möglich – zusätzlich zu Gewerbesteuereinnahmen und Erlösen durch kommunale Beteiligungen und Bürgerbeteiligungsmodellen an der Betreibergesellschaft. Die Energiewende gelingt nur, wenn auch Orte wie Bad Orb Verantwortung übernehmen und die Chancen nutzen, die sich daraus ergeben,“ erklärt Beate Boege-Sonnek, grüne Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl. Die größte Gefährdung des Waldes gehe nicht von Windrädern, sondern vom Klimawandel aus.

"Die Grünen Bad Orb sprechen sich klar für eine faktenbasierte und transparente Debatte aus. Die Exkursion habe gezeigt: Wer das Gelände kennt und die Daten einordnet, kann sachlich bewerten – jenseits von Schlagworten und emotionalisierten Argumenten", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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Das Foto ist während der Begehung der Windvorrangfläche entstanden und zeigt (von links) Philip Schinkel (Fraktionsvorsitzender), Volker Lechthaler (Listenkandidat GRÜNE Bad Orb ), Richard Roth (Ortsvorstand GRÜNE Bad Orb) und Kaya Kinkel (MdL Grüne Hessen), wie sie die Pläne der Windvorrangfläche 2-304 mit den Planungen zum Projekt CURA SILVA vergleichen.

Kommentare

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Peter von Orb
3 monate vor
zitiere Jörg Wieczorkowski:
.... es kamen nur 59.000 Euro.

Sind die 20 Jahre Laufzeit schon rum?

Bei uns in der Straße haben 3 Häuser im letzten Jahr eine Wallbox bekommen. Die Besitzer steigen auf Elektroautos um.
In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Windstrom steigen. Das ist sicher.
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Heizer Joe
3 monate vor
Ist Ihr Argument etwa so zu verstehen dass man in 20 Jahren dann 20 x 59 k€ in der Gesamtsumme bekommen soll, oder das die dortigen Anlagen mehr erbringen, nur weil der Bedarf in Flörsbach steigt? Weht dann auch mehr Wind?

Alleine die neuen Rechenzentren werden Ihre Wallboxen ad absurdum führen. Die paar kWh für ein Auto machen keine Investition in teure insgesamt zu verstärkende Lokalinfrastuktur bezahlbar. Oder denken Sie, die Kosten dafür werden nicht auf den Preis auch für Sie aufgeschlagen?

Es ist wie immer, die guten early adopter träumen von niedrigereren Kosten und die Allgemeinheit zunächst zahlt dafür (Eiskugelparadoxon) Bis alle das Gleiche träumen. So war es auch mit Solar am Anfang. Jene die sich ihre Einspeisung/Investition mit teilweise 50 cent haben bezahlen ließen, wundern sich heute das der aktuelle Bezugsnetz ab Versorger inzwischen 3/5 davon beträgt. Und im Sommer gibts nüscht. Ich dachte immer, da kommt keine Rechnung von der Sonne. Jetzt träumt er daher von einer natürlich subventionierten WP oder einem Speicher, stimmts?.

Die EEG Umlage im Bezugspreis ist übrigens nicht weg, sondern nur versteckelt. Alleine 2025 lag der Bundeszuschuss bei 16.5 Mrd Euro.

Wer wird wohl die Rendite der neuen Teillastkraftwerke, zB. direkt bei dem neuen Rechenzentrum in Auheim bezahlen?
Die ominösen Grossspeicher, Elektrolyseure Der Aktionär? Also Ihre Lebensversicherung z.B..Und die neue Gaspipeline, zahlt wer? Immerhin H2 ready, sonst gäbs vermutlich keine Investitionszuschüsse. Alles Sondervermögen! Aha.

Und dann, irgendwann wird ein hellseherischer Finanzminister daherkommen und urplötzlich feststellen, dass seine Einnahmen aus der Mineralösteuer einbrechen.
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Lalelu
3 monate vor
Genauso ist es
Sie sprechen mir aus der Seele
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Jörg Wieczorkowski
3 monate vor
Der Glaube, man könnte durch den Bau von Windkraft-Anlagen in unseren Wäldern die Wälder der Erde retten, ist einfach nur naiv.
Die Erwartungen der Gemeinde Flörsbachtal 500.000 Euro Ertrag aus den WKA auf Gemeindegebiet zu generieren würden bitter enttäuscht, es kamen nur 59.000 Euro.
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Kunkel
3 monate vor
Beton, Stahl und LKWs im Wald, genau gesagt 20 Tausend Tonnen Beton, entspricht 100 LKWs, Ganz zu Schweigen von dem Stromtrassen und dauerhaften Versorgungsstrassen. Selbst aussterbende Ideologen sollten die Größe haben zu erkennen, dass dies im Kurwald nichts zu suchen hat.

Schade, dass man selbst als Grüner die Grünen nicht mehr wählen kann. Den beteiligten Stadtverordneten im Bericht geht es offensichtlich ja auch eher im das persönliche Andienen auf Landesebene.
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Lena-Sophie K.
3 monate vor
Leider gibt es noch zu viele Ewiggestrige, die die dringend benötigten Windkraftwerke ablehnen. Aber dieses Problem verschwindet bald, rein biologisch.
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Hups
3 monate vor
Stand in ihrer Kindheit, die Schaukel zu nahe an der Hauswand?
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Old white man
3 monate vor
Geschmacklos.

Sie sind sicher im Reagenzglas enstanden und ohne Opa,Oma,Mama,Papa aufgewachsen.

Dss erklärt Ihren Hass auf ältere Menschen vermutlich.

Schade nur, dass jemand Ihre Schulbildung und vermutlich einen Fun-Bachelor finanzierte. Gern geschehen.

Die schlechte Nachricht: Zu Erben gibts dann auch nix. Reich geheiratet?
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Simon
3 monate vor
Wenn ich das richtig verstehe, dann wünschen Sie älteren Menschen, welche nicht Ihrer verblendeten Ideologie folgen, den baldigen Tod! Schämen Sie sich!!!
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Paulchen
3 monate vor
zitiere Lena-Sophie K.:
Leider gibt es noch zu viele Ewiggestrige, die die dringend benötigten Windkraftwerke ablehnen. Aber dieses Problem verschwindet bald, rein biologisch.

Leider gibts es noch zu viele Grünköpfe die ihre Ideologie blindlings verscherbeln.
Auch dieses Problem wird sich bald biologisch verschwinden.
Beste Grüße
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13
Proximo
3 monate vor
Leider gibt es noch zu viele Idealisten, denen der Begriff "grundlastfähig" nicht bekannt ist.
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Paulchen
3 monate vor
Die GRÜNEN HEUCHLER sind aufgewacht.
Man erkennt es an den :grrr:

Schaut mal in den Spiegel bevor ihr in den Wald geht und euren Unsinn verbreitet.
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Heinz Josef Prehler
3 monate vor
Bad Orb nahm in den letzten Jahren eine einzigartige Entwicklung, in der das wichtigste wirtschaftliche Standbein, Kur und Tourismus mit Kultur und Natur unserer Heimat eine Synthese bilden. Dieser Entwicklung erteilen die Orber Grünen eine klare Absage. Stattdessen werben sie für einen Judaslohn, für den sie Schönheit, Landschaft, Flora und Fauna unserer Heimat verletzen. Auch wird es nicht bei acht Windradmonsterr bleiben, wie es die Flächen Vier Fichten bei Wächtersbach und die Anlagen bei Flörsbachtal zeigen. Auf beiden Flächen stehen inzwischen mehr als doppelt so viel wie am Anfang.
Die grüne Ideologie trägt seit Jahren zur wirtschaftlichen Rezession Deutschlands bei. Sie darf nicht auch der positiven Entwicklung unserer Heimatstadt im Wege stehen
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Hans
3 monate vor
Die Grüne Energiepolitik hat die Deutsche Wirtschaft an den Abgrund gebracht und jetzt treiben die Ortsgruppen der Grünen ihre eigene Gemeinde noch dahin.
Wer Grüne wählt, wählt den Abstieg, auch vor Ort. Also aufgepasst bei der kommenden Kommunalwahl
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Ohnemich
3 monate vor
Zur Zeit gibt es ca 30 000 Windräder in D. Nach technologischer Modernisierung sind etwa 26 000 ausreichend. Grundlastfähige Kraftwerke werden trotzdem noch gebraucht. Der fortgesetzte unnötige Ausbau und Raubbau an der Natur hat wirtschaftliche Gründe, zB Subventionen abgreifen.
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Hups
3 monate vor
Zitat:
Auf der Vorrangfläche könnten nach aktuellem Stand bis zu acht Windräder der 7-Megawatt-Klasse entstehen. Diese könnten jährlich ca. 120 Gigawattstunden Strom erzeugen – genug, um rechnerisch über 34.000 Menschen mit erneuerbarer Energie zu versorgen.
Frage: Rund um die Uhr?
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Paulchen
3 monate vor
Diese Partei ist einfach nur lächerlich und somit unwählbar.
Für jeden Kilometer Autobahn auf Bäume klettern um den Wald zu retten.
Bei den Windaradmonstern die in den Wald gebaut werden sollen ändert man schnell mal seine Grundprinzipien.
Kein Wunder wenn man der Windkraftlobby angehört.
Schämt euch oder when shit hits the fan.
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