Ein Engagement, für das Bürgermeister Manfred Weber in seiner Begrüßung nur lobende Wort fand: „Passend zum Motto ‚Gesunde Füße laufen für kranke Füße‘ ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, uns für Kranke und Schwächere einzusetzen. Vor allem fördert ein solcher Benefizlauf den Zusammenhalt und das Miteinander in unserer Gesellschaft.“ Ebenso selbstverständlich sei es für ihn gewesen, Annette Freund aus der MS-Gruppe Gelnhausen bei der Umsetzung ihrer Initiative eines Benefizlaufs zugunsten MS-Betroffener zu unterstützen: „Sie musste bei mir keine Überzeugungsarbeit leisten“, betonte Weber. Worte des Dankes richtete denn auch Caroline Bleschke, zuständig für Fundraising in der DMSG Hessen, in ihrer kurzen Ansprache vor dem Start an Verantwortlichen der Gemeinde, die Engagierten aus der MS-Gruppe Gelnhausen und die Läufer: „Sie helfen dabei, die Krankheit Multiple Sklerose noch bekannter zu machen. Das ist deshalb so wichtig, über MS zu informieren, um Vorurteile und Berührungsängste abzubauen.“
Und dann ging es endlich los. Bürgermeister Weber hob seinen Arm und drückte einmal kräftig auf die blaue Starthupe. Viele gingen zu Fuß. Andere hatten ihre Nordic Walking-Stöcke dabei. Viele Kinder nahmen den Roller, um die zirka drei Kilometer lange Strecke rund ums Frei- und Erlebnisband zu absolvieren. Und andere sprinteten motiviert los. Jeder entsprechend seiner Fitness und seinen Fähigkeiten. Neben vielen Familien, Freizeitteams und anderen Läufer waren auch viele Vereine an diesem schönen Frühlingsmorgen zu dem Bürgerlauf gekommen: unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren, das DRK, SSG Biebergemünd, Turnverein 1896 Bieber, der Radfahrclub Roßbach und das American Football-Team „Hornets“ aus Hanau.
Dass die Premiere ein solcher Erfolg wurde, dafür hatten die Organisatoren, allen voran Annette Freund, eifrig die Klinken geputzt. „Die Idee kam mir nach dem Stadtlauf in Erlensee. Ich dachte mir, so etwas Ähnliches können wir auch in Biebergemünd umsetzen.“ Ihr Vorschlag stieß sowohl in der Gruppe als auch im Rathaus auf Zustimmung. Um möglichst viele zu motivieren, mitzulaufen, wurden die Vereine angeschrieben und umfassend im Bekannten-, Verwandten- und Freundeskreis dafür geworben. Außerdem wurden Plakate aufgehängt und Flyer verteilt. Als Anreiz organisierte die MS-Gruppe noch eine Tombola, fragte ihn Geschäften und in Betrieben nach, ob sie Gewinne spenden würden. Schließlich hatten sie 80 Preise zusammen. Der Bon über das gezahlte Startgeld von fünf Euro pro Läufer war sogleich das Gewinnlos.
Vor allem herrschte eine gelöste Atmosphäre. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert, für den guten Zweck an den Start zu gehen und damit Bekannte und Freunde aus ihrem Umfeld tatkräftig zu unterstützen. „Das war einfach sensationell. Eine wunderbare Idee“, kommentierte Susanne Weitzel, nachdem sie jubelnd ins Ziel eingelaufen war.
Foto: Bürgermeister Manfred Weber (Bildmitte) und Initiatorin Annette Freund (2. v.r.) in mitten von DRK-Mitgliedern, die am Lauf teilnahmen.




