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Keiler Bier

Schlecht-Wetter-Prognose verhinderte Prozession

Schlecht-Wetter-Prognose verhinderte Prozession

Dem schlechten, wechselhaften Wetter zum Trotz feierten die beiden katholischen Pfarrgemeinden Bruchköbel – Erlöser der Welt und Sankt Familia – Fronleichnam und das gemeinsame Pfarrfest.

CID

Die Heilige Messe fand jedoch nicht wie üblich auf dem Freien Platz mit anschließender Prozession statt, sondern wurde kurzfristig in die Kirche Sankt Familia verlegt.

In einer gut gefüllten Kirche zelebrierte Kaplan Andreas Szumski den Gottesdienst - in Begleitung vieler Messdiener, der KAB und den Pfadfindern. In seiner Predigt ging er in sehr anschaulicher Weise auf die jahrhundertealte Bedeutung von Fronleichnam ein, indem er einen zunächst irritierenden Bezug zur griechischen Mythologie herstellte. Dort erzählt die Geschichte vom Trojanischen Pferd und von der listigen, gewalttätigen Erorberung Trojas. Was also unter dem Stichwort „Trojaner“ durchweg negativ assoziert wird, kann – so Kaplan Szumski - auch positiv auf das Fronleichnamsfest umgedeutet werden. Die Mission „Menschwerdung“ sei von Gott auch eine geplante Erorberung der Menschen – allerdings mit absolut friedlicher Intention. Unter den unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein zieht Jesus Christus jedes Mal in uns ein und verbindet sich mit uns.

Zum Abschluss gab es dann eine Miniprozession durch den Kirchraum – begleitet von den Messdienern und den blumenstreuenden Erstkommunionkindern. Der evangelische Posaunenchor sorgte während des Gottesdienstes für den musikalischen Rahmen. Die Kollekte in Höhe von 623,- € geht an den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) – ein Frauen- und Fachverband in der katholischen Kirche, der sich der Hilfe für Frauen, Kinder, Jugendlichen und Familien in besonderen Lebenslagen widmet.

Nach dem Abschlusssegen in der Kirche wurde dann das bunte Pfarrfest der beiden Gemeinden gefeiert. Rund um Sankt Familia hatten sich viele ehrenamtliche Helfer mit großem Engagement auf die zahlreichen Besucher vorbereitet. Neben den kulinarischen Leckereien und Getränken hatten die Pfadfinder für die Kinder eine Jurte aufgebaut und boten Stockbrot an. Die Messdiener hatten sich etwas Ungewöhnliches einfallen lassen und boten Fruchtcocktails an – in alkoholischer wie nicht alkoholischer Form. Die Kinder konnten darüber hinaus unter Anleitung von Jugendlichen und Katechetinnen kleine Farbtäfelchen mit selbst gewählten Motiven erstellen. Der Tag wurde so auch genutzt, um auf das notwendige Renovierungsprogramm von Haus Shalom hinzuweisen und die Besucher für eine Spende zu sensibilisieren.

An einer langen Kuchentheke konnten sich dann auch die „Süßmäulchen“ reichlich bedienen. Angeregte Diskussionen und eine fröhliche Stimmung sorgten für einen gelungenen Tag und ließen die schlechten Wetterbedingungen vergessen. Zu guter Letzt sorgte dann doch ein intensiver Platzregen für die Einlösung der Schlecht-Wetter-Prognose. Es wurde bis in den späten Nachmittag hinein gefeiert. Ein besonderer Dank gilt allen Mitstreitern, die mit viel Enthusiasmus, Engagement und einer guten Portion Flexibilität den Gottesdienst und das Pfarrfest ermöglichten.

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