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Auch ein Rebell geht mal in den Ruhestand

Auch ein Rebell geht mal in den Ruhestand
Hermann Trusheim am Tag seiner Verabschiedung in den Ruhestand vor der Hohen Landesschule. Von links nach rechts: Schulleiter Martin Göbler, Hermann Trusheim, Kirchenreferatsleiter Bildung Dr. Michael Dohrs.

Am 11. Juni 2026 versammelte sich die Schulgemeinde der Hohen Landesschule (HOLA) im Philipp-Ludwig-Forum, um ihren Schulpfarrer, Seelsorger und zugleich Fachlehrer für evangelische Religion, Hermann Trusheim, in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden.

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Darüber hinaus wurden weitere Lehrkräfte sowie zwei Lehrkräfte nach beendetem Vorbereitungsdienst verabschiedet, die die Hohe Landesschule verlassen, um an anderen Schulen ihre berufliche Laufbahn fortzusetzen. Für den musikalischen Rahmen dieser Feier sorgte die Bläserformation HOLAs Blechle unter Leitung von Christine Hagemann.

Schulleiter Martin Göbler begrüßte die Anwesenden, dankte den ehemaligen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst sowie den langjährigen Kolleginnen und dem Kollegen für ihre Arbeit und wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren beruflichen Werdegang. Namentlich verlassen die HOLA: Alisa Larma, Kinza Nadeem-Bajwa, Carolin Emmerling, Laura und Alexander Krauß sowie Johanna Stümke.

Für den Personalrat übermittelte Jürgen Rapp die Glückwünsche zum bestandenen Examen. Darüber hinaus wünschte er den Lehrkräften, die es in ein anderes Bundesland bzw. an eine andere Schule zieht, nur das Beste für die Zukunft.

Schulleiter Martin Göbler berichtete anschließend vom umfangreichen Wirken Hermann Trusheims, der seit 2005 an der HOLA tätig war. Er beleuchtete die vielfältigen Facetten, die der Schulpfarrer habe, angefangen beim „Rebellen“, der auch mal die eine oder andere Aktion eigenmächtig und „an der Schulleitung vorbei“ durchgeführt habe. Darüber hinaus stehe Trusheim für eine große Direktheit und Entschlossenheit, die ihn auszeichne. Sein Sendungsbewusstsein als Pfarrer bezeichnete Göbler als „alltagstauglich“ und lobte die Frische, die der Fast-Ruheständler in seinen schulischen Gottesdiensten gezeigt habe. Auch für sein Engagement als Seelsorger dankte Göbler dem Neu-Pensionär, zumal insbesondere die letzten Wochen durch die beiden Todesfälle im Lehrerkollegium keine leichte Zeit für die Schulgemeinde gewesen seien.

Darüber hinaus zeichnen, wie Göblers Worte anschaulich zeigten, Hermann Trusheim seine Liebe zum Schreinern und zur Musik, sein eigenes Musizieren und sein mitunter auch schwarzer Humor aus. Er leitete über viele Jahre die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.

Nach Martin Göbler hielt Jürgen Rapp, Vorsitzender des HOLA-Personalrats sowie Kollege im Fach evangelische Religion, eine wertschätzende Rede und betonte anhand zahlreicher Beispiele, in welchem Maße Hermann Trusheim „ein Glücksfall“ für die Schule gewesen sei.

Der Leiter des Referats für Schule und Unterricht der evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Michael Dohrs, versetzte Hermann Trusheim nach über dreißig Dienstjahren offiziell zum 01.08.2026 in den Ruhestand und richtete einige Worte an die Schulgemeinde, die die Arbeit des Schulpfarrer lobend hervorhoben.

Die Fachschaft Religion verabschiedete ihren Kollegen mit einem Bäumchen voller Wünsche und Sinnsprüche, die auf einzelne Holzäpfel geschrieben worden waren. Zu live von der Kollegin Patricia Böhn-Kaiser vorgetragenen Klavierklängen wurden Fotos aus Trusheims 20-jährigem Wirken am Hanauer Traditionsgymnasium gezeigt, die für viel Heiterkeit sorgten.

Anschließend stimmte die Fachschaft Religion mit Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen ein von Anke Grahl – ohne KI - selbst gedichtetes Abschiedslied „Möge die Straße uns zusammenführen (Hermann spezial)“ an. Die Leiterin von HOLAs Blechle, Christine Hagemann, dankte Trusheim als ihrem Bandgründer, bevor die Band ihn mit einer kleinen musikalischen Darbietung verabschiedete. Hermann Trusheim stellte in seinen abschließenden Worten heraus, dass er seine Zeit an der HOLA als persönliche Bereicherung erlebt und es „richtig gut an der Schule gehabt“ habe.

Die Feierstunde wurde auf Wunsch Trusheims im Licht- und Luftbad Hanau e. V. im Lamboy fortgesetzt.

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