Diese Beträge sollen fortan jährlich für den Kauf von Wildblumensamen und deren Anpflanzung genutzt werden. Hintergrund ist die Situation der Wildbienen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht oder stehen auf der roten Liste der Bienen Deutschlands. Gleichsam kommt ihnen durch die Blütenbestäubung ein erheblicher Wert für viele Ökosysteme zu. Um sich dieser prekären Situation anzunehmen wird nun ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Freigericht mit den schulischen Einrichtungen und Kindergärten in Freigericht ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Kindergarten – und Schuldkindern sollen Bepflanzungen mit Wildblumen in den Einrichtungen durchgeführt und die Situation der Wildbienen in den Kindergarten- und Schulklassen thematisiert werden. Dadurch können die Kindergarten- und Schulkinder frühzeitig an ökologischen Themen - insbesondere auch die Lage bedrohter Tierarten - herangeführt und ebenso auch dafür sensibilisiert werden.
„Alle von uns kontaktierten Einrichtungen waren begeistert von unserer Idee und auch sofort bereit, sich in irgendeiner Form zu beteiligen“ freut sich Gemeindevertreterin Beate Weber. Über bereits zum Teil eruierte geeignete Flächen, Lehrgärten oder die Bepflanzung von geeigneten Behältnissen, jede Einrichtung möchte Ihren individuellen Beitrag leisten um dem Bienensterben entgegenzuwirken. „Hier ist somit sowohl ein ökologischer aber auch ein bildungstechnischer Wert vorhanden; das Projekt ist gerade deshalb wichtig und auch geboten“ betont Gemeindevertreter Dr. Michael Aul.
Der Antrag fand fraktions- und parteiübergreifend die breite Zustimmung in der Gemeindevertretung und wurde letztlich einstimmig angenommen. Ab 2022 sollen kurze Anträge der Einrichtungen zur Verwendung der Gelder vor den Auszahlungen erfolgen, für 2021 können diese jedoch bereits ab sofort abgerufen werden. „Es wird bereits in der kommende Woche Gespräche mit den Schulen und Kindergärten über die genauere Durchführung des Projektes geben; wir werden die Einrichtungen bei dem Projekt gemeinsam mit Beate Weber und Dr. Michael Aul weiter begleiten und unterstützen“ ergänzt der Fraktionsvorsitzende der UWG-Fraktion Gerhard Pfahler.



