"Denn kürzlich war den Medien zu entnehmen, dass die Gemeinde Freigericht für den Etat 2025, der im Oktober eingebracht werden soll, im 'Nebel stochert'. Und da die Zeiten nicht besser werden, wird das wohl auch in den kommenden Jahren so der Fall sein, weswegen 'Die Freigerichter' mit großer Sorge die noch immer fehlende Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Windindustriepark am Sölzert anmahnen", heißt es in einer Pressemitteilung.
Deswegen hat die Wählergemeinschaft in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 26. September, 19:30 Uhr im Rathaus den Antrag gestellt, dass der Gemeindevorstand sich zeitnah eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vom Projektierer Lintas für den Windpark Sölzert einschließlich Umspannwerk und Netzanbindung vorlegen lassen soll. „Es wird in der Zeitung sogar von relativer Orientierungslosigkeit geschrieben, was nicht gerade für eine seriöse, verlässliche Haushaltspolitik hier in Freigericht spricht. Die Freigerichter Steuerzahler haben bereits jetzt höchste Bedenken. Und so muss dringend für das umstrittenste Projekt in Freigerichts jüngster Geschichte für Klarheit für alle gesorgt werden“ fordert der Fraktionsvorsitzende Martin Pagitsch.
„Wesentliche Informationen aus Wiesbaden fehlen, die zur Erstellung eines Haushaltsplans für Freigericht unabdingbar sind. Aufgrund der unklaren Datenlage vom Land her muss zwingend noch vorausschauender in Freigericht geplant werden – und das über Jahre“, meint auch Fraktions-Vize Klaus Brönner.
"Denn bisher liegen den Entscheidungsträgern keinerlei Unterlagen vor, auf deren Basis sich der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung sich eine eigene Meinung bilden zu können und um sich die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst zu werden. Und die Tragweite der Entscheidung betrifft schon jetzt Generationen. Der Verein Gegenwind Freigericht e.V. hat sich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung von einem Diplom-Ingenieur erstellen lassen, welcher hauptberuflich Kalkulationen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen im internationalen Großanlagenbau – weit über Freigerichter Dimensionen hinaus - erstellt und die entsprechende Fachkenntnis besitzt", so „Die Freigerichter“.
"Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass bei den aktuell prognostizierten Windgeschwindigkeiten und einer Vergütung von ca. 6 - 7 ct/kWh keine Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Vielmehr muss die Betreibergesellschaft, selbst bei einer 100%igen Erfüllung der Prognose, mit jährlichen Verlusten in Millionenhöhe rechnen. Und was wird dann aus uns? Wer haftet?“, fragt sich auch Fraktionsmitglied Tatjana Reinhart, die befürchtet, dass das Alles an den Freigerichter Bürgern hängenbleibt. "Was bleibt denn dann so alles an Altlasten und Beton im Wald, ist wirklich die Frage, unabhängig vom Hochwasserschutz und den angekündigten flora-faunistischen Gutachten. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung sollte neben den Investitionskosten, die ingenieurtechnische Bewertung der Rückbaukosten sowie jegliche Betriebskosten einschließlich Wartung, den Ersatz- und Verschleißteilen etc. für einen 20-jährigen Betrieb beinhalten. Und da sind wir – neben so vielen Freigerichter Bürgern – höchst gespannt auf die Vorlage der geforderten Unterlagen, die ja im priorisierten Interesse aller politischen Entscheidungsträger sein müssten. Wir sehen ja anhand der Abstimmungsverhältnisse nun am kommenden Donnerstag, wer für die Bürger und die nachfolgenden Generationen ist“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.



Lasst euren Kommentarmüll unter euresgleichen Unreflektierten aus!
"Gehen von Windkraftanlagen Feinstaubbelastungen oder andere Gesundheitsgefahren aus?
Nach derzeitigem Kenntnisstand leisten etwaige Staubfreisetzungen beim Betrieb von Windenergieanlagen keinen signifikanten Beitrag zur Staubbelastung in der atmosphärischen Luft."
Das Studieren der Quelle wäre hilfreich!