Konkret geht es um den Bereich der Kreuzung Hauptstraße / Dr.-Schmitt-Straße. Mit einem Antrag in der Gemeindevertretung fordern die GRÜNEN die Planung und Prüfung konkreter Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen sich auf ihrem Schulweg sicher bewegen können. Wir dürfen nicht warten, bis schwere Unfälle passieren“, erklärt die Fraktion der GRÜNEN.
Aus Sicht der GRÜNEN hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Durch Kindergarten, Feuerwehr, Kinderarzt, Wohngebiet und Veranstaltungen in der Freigerichthalle sei das Verkehrsaufkommen massiv gestiegen. Besonders problematisch sei, dass viele Schülerinnen und Schüler aus Bernbach auf ihrem Weg zur Kopernikusschule genau diese Stelle queren.
Bereits in der Vergangenheit wurde auf die gefährliche Situation hingewiesen. Eine frühere Anfrage der Fraktion „Die Freigerichter“ wurde jedoch von Hessen Mobil abgelehnt, da die formalen Kriterien für eine Kostenübernahme des Landes – insbesondere die statistischen Mindestwerte beim Verkehrsaufkommen – nicht erfüllt seien. Für die GRÜNEN zeigt genau dies das Problem: Die Gemeinde dürfe nicht erst handeln, wenn sich die Unfallzahlen erhöhen. „Es kann nicht der Maßstab sein, erst auf schwere Unfälle zu warten, bevor Maßnahmen ergriffen werden. Sicherheit von Kindern und Familien muss Vorrang haben“, so die Fraktion.
Hinzu komme, dass laut Stellungnahme von Hessen Mobil die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h an dieser Stelle „nicht immer eingehalten wird“. Gleichzeitig werde durch die vorhandene Absenkung am Radweg vielen Fußgänger*innen und Radfahrenden suggeriert, die Straße könne dort problemlos überquert werden.
Die GRÜNEN wollen deshalb ein qualifiziertes Planungsbüro beauftragen lassen, um verschiedene Lösungen zu prüfen. Dazu gehören unter anderem:
- eine bauliche Querungshilfe,
- optische Fahrbahnverengungen,
- mögliche Temporeduzierungen,
- sowie die Prüfung eines Kreisverkehrs zur nachhaltigen Verkehrsberuhigung.
Besonders wichtig ist den GRÜNEN dabei, dass Hessen Mobil in seiner Stellungnahme ausdrücklich einen Weg aufgezeigt hat, wie die Gemeinde dennoch aktiv werden kann: nämlich durch eine Planung in kommunaler Eigenregie mit der Möglichkeit einer späteren Förderung durch das Land Hessen.
„Verkehrssicherheit ist kein Luxus, sondern eine kommunale Verantwortung. Besonders dort, wo Kinder unterwegs sind, muss Vorsorge vor Statistik stehen“, betonen die GRÜNEN weiter. Die Fraktion hofft nun auf eine breite Unterstützung in der Gemeindevertretung, damit zeitnah konkrete Planungen beginnen können.




