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Mittelstand bei Jobsuche für Flüchtlinge gefordert

Mittelstand bei Jobsuche für Flüchtlinge gefordert

Landrat Erich Pipa hat der Firmal Aluprof Aluminiumprofile in Freigericht-Altenmittlau besucht und dabei erstmals die Werkshallen seit den größeren Um- und Anbaumaßnahmen auf dem Gelände besichtigt.

„Aluprof wächst und hat sich zukunftsfest aufgestellt“, findet Pipa, der Aluprof vor einigen Jahren schon einmal besuchen konnte und nun große Entwicklungssprünge feststellte. „Ich finde auch die Mitarbeiterstruktur sehr beeindruckend, die Inhaber-Familie Liccese beschäftigt etwa gleich viele Frauen wie Männer, viele Angestellte mit Migrationshintergrund und die Altersspanne im Betrieb reicht von Anfang 20 bis über 60. Davon lebt ein Unternehmen.“

Die Firma Aluprof Aluminiumprofile gilt als Spezialist in der Ver- und Bearbeitung von Aluminium. Das Familienunternehmen wurde 1977 gegründet und beschäftigt mittlerweile über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende. „Qualität ist das A und O“, erklärte Giorgio Liccese zusammen mit seiner Frau Sonja, der kaufmännischen Leiterin, bei einem Rundgang durch die Werkshallen der Besuchergruppe, zu der auch Walter Dreßbach gehörte, der Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit, Kultur, Sport und Tourismus. Sie gaben einen Überblick über die Produktionsschritte sowie ins Qualitätsmanagement.

Als Zuliefererbetrieb für die Automobilindustrie erweiterte das Unternehmen seinen Kundenkreis in den vergangenen Jahren auch auf andere Industriebereiche. Das neueste Produkt des hauseigenen Entwicklungsteams werde weltweite Abnehmer in der Hotel-Branche und der internationalen Kreuzschifffahrt finden, sind sich die Eheleute Liccese sicher. Den Schwerpunkt der Produktion bei Aluprof bilden aber auch weiterhin Produkte für Automobilhersteller, etwa Dach- und Cabriosysteme. Zu den Hauptabnehmern zählen Volkswagen, BMW, Ferrari, Rolls Royce und noch weitere namhafte Konzerne. Die Auftragslage sei sehr gut, weshalb sich auch der Anbau voll und ganz rentiert habe, so Giorgio Liccese.

„Umso wichtiger ist es, dass Sie im Betrieb selbst ausbilden“, sagte Landrat Erich Pipa. Viele Firmen beklagten einen Fachkräftemangel, den sie selbst mitverursacht hätten, weil sie in den vergangenen Jahren zu wenig junge Menschen über eine Ausbildung an ihren Betrieb gebunden haben. Beim Ehepaar Liccese stieß da auf positive Resonanz, wie der Main-Kinzig-Kreis den Spessart als attraktive Tourismus-Destination bewirbt. Das wirke sich auch auf die Pläne von Fachkräften aus, sich zwischen Hanau und Sinntal niederzulassen. „Wir müssen die jungen Menschen motivieren, hier vor Ort zu arbeiten anstatt in Frankfurt“, sagte Giorgio Liccese.

Landrat Erich Pipa berichtete von den Anstrengungen des Kreises, Flüchtlingen die deutsche Sprache beizubringen und sie an den Arbeitsmarkt heranzuführen. „Diese jungen Frauen und Männer werden in absehbarer Zeit einen Arbeitsplatz suchen und sich weiterbilden wollen. Da sind dann auch die Angebote des Mittelstands gefragt, diesen Menschen eine Stelle zu verschaffen“, so Pipa.

Foto: „Aluprof hat sich zukunftsfest aufgestellt“: Landrat Erich Pipa (Zweiter von rechts) und Walter Dreßbach (rechts) zu Besuch im Betrieb der Familie Liccese.

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