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Tiny Houses: Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Tiny Houses: Bezahlbaren Wohnraum schaffen

"Bezahlbarer Wohnraum ist in Freigericht längst zu einer sozialen Frage für alle Generationen geworden", so die SPD in einer Pressemitteilung.

"Junge Singles und Auszubildende suchen kleine, bezahlbare Einheiten – gleichzeitig wünschen sich etliche ältere Menschen barrierearme Alternativen, zum Beispiel Wohnungen ohne Stufen, ohne schmale Durchgänge, ohne zu hoch angebrachte Lichtschalter, Fenstergriffe oder Küchenschränke, mit bodengleichen Duschen. Wohnungen eben, die an Lebensbedürfnisse wie Größe, Begehbarkeit und Bezahlbarkeit angepasst sind. Zur Umsetzung dieser Wünsche wären Tiny Houses eine sinnvolle Ergänzung zu der ansonsten üblichen Wohnbebauung. Tiny Houses sind kleine Wohneinheiten, die sich bedarfsgerecht in bestehende Strukturen einfügen lassen – etwa auf geeigneten kommunalen Flächen, in Baulücken oder im Rahmen geplanter Wohnparklösungen. Je nach Konzept werden Tiny Houses auf Rädern oder auf Punktfundamenten errichtet – das ermöglicht, falls gewünscht, flexible, reversible Nutzungen (zum Beispiel auch als zeitlich befristete Wohnform für bestimmte Zielgruppen). Auch wirtschaftlich sind Tiny Houses längst in einem Bereich angekommen, der für Normalverdienende interessant sein kann. Vor allem im Vergleich zu klassischen Neubauten rechnet sich die Investition wesentlich schneller und sind die laufenden Kosten wie Heizung, Strom Wasser, Versicherung usw. geringer“, erläutert Dr. Manfred Kirschning, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Bereits im Jahr 2021 habe die SPD-Fraktion dieses Thema aufgegriffen und in den Gemeindegremien zur Diskussion gebracht: "Insbesondere der noch offene Punkt, dass die Gemeindeverwaltung Vorschläge zur Entwicklung eines Areals ausarbeiten soll, welches ausschließlich mit Tiny Houses beplant wird, ist mehr denn je von aktueller Bedeutung.
Eine derzeitige Möglichkeit für Tiny Houses wäre aus Sicht der SPD Freigericht zum Beispiel das gemeindeeigene Grundstück an der Kreuzung Karlstraße/Alte Hauptstraße. Eine andere Möglichkeit wäre in zukünftigen, neuen Baugebieten ebenfalls Areale für Tiny Houses vorzusehen."

„Als SPD Freigericht wissen wir, dass Tiny Houses kein Allheilmittel sind. Sie sind aber ein pragmatischer Baustein, um Wohnen in Freigericht sozial, bezahlbar und nachhaltig weiterzuentwickeln. Wir werden dieses Thema konsequent weiterverfolgen und warten auf die ersten Vorschläge der Freigerichter Gemeindeverwaltung“, erklärt Sascha Heising, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion abschließend. 

Kommentare

0
Rick
3 monate vor
Bei Tiny-Häusern sollte in der allgemeinen Diskussion auch Microhäuser mit bis zu 50-60 qm in Betracht gezogen werden. In einer eigenen Siedlung könnten Gemeinschaftsräume entstehen. Jung und Alt könnte „verbunden“ werden. In Anbetracht der Steigenden Baukosten sind Micro-Häuser eine gute alternative Bauform. Für ältere Leute könnte ein kleines Haus mit kleinem Garten eine alternative zu den großen Häusern sein. Auch Junge Menschen die wert auf Minimalistisch Wohnen legen könnten in Freigericht bedient werden. Es gibt inzwischen eine Reihe guter Anbieter von naturnahen Mini bzw Micro-Häusern, aber ch in Hessen.
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1
A.S.
3 monate vor
Nachhaltigkeit

Vorhandene Ressourcen nutzen! In dem Fall leer stehende Häuser.

Sicherlich ist die Tiny Houses Lösung oder Alternative für Menschen mit wenig räumlichen Ansprüchen sinnhaft. Bleibt aber nur eine von vielen Lebensraumgestaltungen.

Geht man durch Freigericht und betrachtet die doch zahlreichen Leerstände, so ist es mehr als löblich das im Moment gerade junge Menschen die Aufgabe angehen, bestehenden Wohnraum für ihre Vorstellungen und Notwendigkeiten heraus zu gestalten.
Da ist auch der Grundgedanke der über Generationen hinweg zum Tragen gekommen ist. Da muss man sich schon mal Gedanken machen was mit dem Papa der Mama oder gar der Oma dem Opa passiert wenn sie nicht mehr selbstständig sind und man sich eine finanziell hochpreisige Betreuung, für sie, im schönen Seniorenheim bald nicht mehr leisten kann.
Da ist das "alte" Häuschen das schon den Vorteil gegenüber der Erschließungskosten eines Neubaus hat. Da ist der Vorteil das man an anderer Stelle nicht noch mehr Freiraum mit Neubaugebieten bepflastern muss und somit weitgehende Versorgungs- und Entsorgungsdefizite generiert, sowie umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen zum Tragen kommen.
Aktuell: erweiterter Winterdienst, Straßenpflege, Gehwegs- und Grünbereichspflege usw. . Alles Kosten die sich auf den vorhandenen eh schon belasteten Haushalt aufsummieren.
Umgelegt auf die Bürger lässt z. B. eine Grundsteuererhöhung nicht lange auf sich warten.
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