Das Experiment ist voll gelungen. Die Wanderung startete angeführt vom Naturparkführer Rudolf Ziegler um 19:00 Uhr am Parkplatz des Friedhofs in Somborn und führte zunächst durch den Dilgert zum Gänsewald. Von dort aus ging es entlang des Feuchtbiotops Schottengrund, nach Überquerung der Landesstraße in Richtung Marienruhe und dann zur Einkehr in der Vogelschutzhütte.
Ca. 30 Teilnehmer konnten den abendlichen Gesang unserer gefiederten Freunde genießen. Besonders gut angekommen ist dabei wohl die Nachtigall als Primadonna der Serenade. Es war den Freunden unserer Vogelwelt auch vergönnt, eines der Highlights des Somborner Naturschutzes, das in der Somborner Gemarkung heimische Wanderfalkenpaar, zu beobachten. Der Wandergruppe zeigte sich ebenfalls ein weiterer, sehr stattlicher Greifvogel, ein Roter Milan. Dieser ist zum einen eine prächtige Erscheinung in unserer Natur und gleichzeitig von besonderem Interesse, weil er auf der Vorwarnliste der neuen „Rote Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland” steht.
Auffallend war die geringe Anzahl von Vogelstimmen, die in der Feldflur im Gegensatz zum Wald zu vernehmen war. Rudolf Ziegler führte dieses Phänomen auf die für jeden Teilnehmer deutlich sichtbare Verarmung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen mit der Unterdrückung von Wildkräutern sogar an den Ackerrändern und Pestizideinsatz zurück. Der Naturparkführer Rudolf Ziegler ist als Leiter der Exkursion auf sehr positive Resonanz gestoßen. Die 1. Vorsitzende des Vereins, Frau Repp-Fritzsche, stellte zufrieden fest, dass alles gestimmt habe. Das Interesse des Publikums, die Mitwirkung der Sänger und das Wetter. Sie meinte spontan, dass eine Veranstaltung in ähnlichem Format in der Saison des nächsten Jahres wieder stattfinden sollte. Man werde sich bemühen, Rudolf Ziegler wieder dafür zu gewinnen.






