Was auf den ersten Blick wie ein Haufen Äste wirkt, ist wertvoller Lebensraum für viele heimische Arten“, erklärte Vorstandsmitglied Michael Kaufmann. Der Rückgang vieler Insektenarten hat direkte Folgen für die gesamte Nahrungskette. In einer Totholzhecke finden Käfer, Wildbienen, Spinnen und andere Nützlinge Nahrung, Verstecke und geeignete Bruträume. Diese wiederum sind eine unersetzliche Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten, aber auch für Kleinsäuger und Amphibien.
Auch im privaten Garten lässt sich eine kleine Totholzhecke leicht anlegen: Zwei parallele Holzpfostenreihen setzen, Äste und Zweige locker dazwischen stapeln, Laub einarbeiten – fertig ist eine naturnahe Mini-Oase. Eine feste Mindestgröße gibt es nicht; bereits ein bis zwei Meter sind sinnvoll. Eine gut platzierte Totholzhecke stärkt somit das ökologische Gleichgewicht – im Garten ebenso wie in der freien Landschaft.
Die Hecke ist pflegearm und kann bei Bedarf einfach mit neuem Material ergänzt werden. „Nicht abtransportieren, sondern Vielfalt schaffen“, fasste Andreas Mladek die Idee zusammen, „denn schon eine kleine Ecke reicht aus, um Lebensräume zurückzubringen, die vielerorts verloren gehen.“
Von links: Michael Kaufmann, Carmen Brönner, Marita Schneider, Sophie Krieger, Andreas Mladek, Lea Reusswig und Natalie Kern.


