"Anlass ist ein Autokorso der so genannten „Querdenker“ aus der Wetterau und dem Main-Kinzig-Kreis, die die Kreisstadt Gelnhausen seit Monaten im Schulterschluss mit rechten Gruppierungen als Bühne für ihr perfides Treiben nutzen", appelliert die Initiative „Hand aufs Herz“ an alle Bürgerinnen und Bürger aus Gelnhausen und den Nachbarkommunen, am Montag um 17.30 Uhr mit Plakaten, Transparenten und weiteren klaren Botschaften pro Demokratie und Achtsamkeit in Corona-Zeiten ans Hallenbad zu kommen und den Querdenkern erneut die rote Karte zu zeigen.
„Monatelang inszenierten sich die so genannten Querdenker mit teils unangemeldeten Lichterläufen und Versammlungen, Open-Air-Discopartys und Lachyoga-Übungen in unserer Altstadt. In den vergangenen zehn Wochen zeigte ihnen unsere Stadtgesellschaft jeden Montag eindrucksvoll, dass dieses perfide Treiben in unserer bunten und weltoffenen Stadt nicht erwünscht ist. Am Montag nun setzen sie sich in ihre Autos und starten ab dem Hallenbad zu einem Autokorso durch Gelnhausen und Nachbarkommunen, eine weitere Querdenker-Aktion, die auch mit Blick auf den Klimawandel nur mit Kopfschütteln quittiert werden kann“, berichten Julia Hott und Alexander Schopbach, Initiatoren von „Hand aufs Herz“, über die aktuellen Entwicklungen. Erfreulich daran sei immerhin, dass die in den vergangenen zehn Wochen arg strapazierten Altstadt-Anwohner nun endlich nicht mehr durch Querdenker-Aufmärsche belästigt werden.
Weil die Querdenker-Bewegung in Teilen Masken verweigere, sich nicht an Abstandsregeln halte und Corona schlichtweg leugne, fordert „Hand aufs Herz“ von der Polizei, vor Abfahrt des Autokorsos genau zu überprüfen, ob die Insassen der Pkw sich coronagemäß verhalten. Schließlich würden im Lockdown auch bei Autofahrten klare Regeln gelten, laut denen maximal Menschen aus zwei Haushalten pro Auto zulässig seien und diese dann der Maskenpflicht unterliegen würden.
Das Hygienekonzept der „Hand aufs Herz“-Kundgebung am 22. März schreibt Maskenpflicht und einen Abstand von zwei Metern zwischen den einzelnen Kundgebungsteilnehmern vor. „Ein Konzept, das sich an den vergangenen Montagen bewährt hat“, berichten Julia Hott und Alexander Schopbach. Sie laden alle herzlich dazu ein: „Lasst uns coronagemäß und achtsam gemeinsam Flagge für eine bunte und zusammenstehende Gesellschaft zeigen können, in der Populisten und Verschwörungstheoretiker keinen Platz haben“.


