Denn an vielen Orten stehen die Familien, die im Lockdown ans Äußerste ihrer Existenz gebracht werden, tatsächlich vor dieser Entscheidung: Investiere ich mein letztes Geld, um Hygiene-Kits zu kaufen, wie empfohlen wird, oder besorge ich lieber Essen für meine Kinder? In Nepal müssen sich viele der Familien in den Kinderzentren des örtlichen Partners von Helping Hands e.V. diese Gedanken machen. Seit Mai ist das Land extrem von der zweiten Corona-Welle betroffen; Ende Mai hatte die Pandemie dann auch die entlegenen Dörfer erreicht, die in der ersten Welle verschont geblieben waren. Seitdem befindet sich so ziemlich das ganze Land im Lockdown.
Die Familien in Piluwa, Ithung und Ghalegaun sind besonders stark betroffen. "Selbst in den Bergdörfern sind viele Menschen gestorben", schreibt der Partner aus Nepal. "Verkehrsmittel, Geschäfte, Arbeitsstellen, Fabriken sind bereits seit etwa zwei Monaten geschlossen. Die Menschen hocken in ihren Häusern in ständiger Angst, nicht nur vor der Pandemie, sondern in Angst vor dem Hunger." Sie haben kein Erspartes, mit dem sie sich durch diese Wochen versorgen können, und keine Möglichkeit, etwas zu verdienen; "also leihen sie sich Geld und nehmen minderwertigere Nahrung zu sich, um irgendwie durchzukommen". Die nett gemeinten Anweisungen des Gesundheitsministeriums, man solle möglichst nahrhaftes, ausgewogenes Essen zu sich nehmen, um das Immunsystem zu stärken, klingt für sie wie Hohn. Die empfohlenen "Safety Kits" sind für die meisten unerschwinglich.
NCM Nepal, der Partner des Gelnhäuser Vereins für Entwicklungszusammenarbeit, würde in dieser Situation gerne mit Lebensmittelpaketen helfen, damit die Familien genügend und bessere Nahrung zu sich nehmen können. Aber in Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort stellte sich heraus, dass in diesen Dörfern bisher überhaupt keine Hilfe geleistet wird, und somit nicht nur die Familien unserer Kinderzentren, sondern quasi die gesamte Dorfbevölkerung auch im Umkreis versorgt werden müssten. Das aber übersteigt die Kapazitäten des Vereins. Daher konzentriert sich NCM Nepal in einem ersten Schritt auf die "Safety Kits", die sich die Familien auch nicht leisten können. Vorerst sollen Masken und Seifen an alle Familien der Kinderzentren verteilt werden – Seife ist in diesem Kontext angebrachter als Händedesinfektionsmittel.
Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, den Menschen in Nepal in dieser schwierigen Situation "helfende Hände" zu reichen, dann überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk „Nepal Corona“ auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL. Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigt, dass Helping Hands e.V. mit den anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht. Weitere Informationen über: https://helpinghandsev.org, Email: info@helpinghandsev.org.


