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Nachtaktivierte Mähroboter gefährden nachtaktive Igel

Nachtaktivierte Mähroboter gefährden nachtaktive Igel

"Die IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) hat den Braunbrustigel seit Ende 2024 als potenziell gefährdet eingestuft; in Deutschland verzeichnen Fachverbände einen merklichen Rückgang der Population", so die Grünen in einer Pressemitteilung.

"Hauptgefahren sind Lebensraumverlust, Insektensterben sowie Mähroboter, welche flache Tiere wie Igel, Frösche und Salamander aufgrund unzureichender Sensorik nicht rechtzeitig erkennen und daher überrollen. Diesen Gefahren kann jede Besitzerin und jeder Besitzer eines Mähroboters entgegenwirken, indem dieser nachts ausgestellt wird", sensibilisiert Annika Streit, Fraktionsvorsitzende der Grünen Gelnhausen. Igel seien nachtaktive Tiere und rollen sich bei Gefahr zusammen. Mähroboter überfahren sie buchstäblich und verletzen sie dadurch schwer.

"Daher soll die Stadt über ihre allgemeinen Kommunikationsmittel auf diese Gefahren aufmerksam machen und auf den Main-Kinzig-Kreis einwirken, eine Allgemeinverfügung zu erlassen, die den Betrieb von Mährobotern in der Nacht untersagt - nach dem Vorbild der Stadt Marburg", erklärt Lukas Happe, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen. “In der nächsten Stadtverordnetenversammlung liegt ein Antrag von uns dazu vor.”

Zusätzlich sollen laut Antrag der Grünen kommunale Satzungen auf Schutzmöglichkeiten für nachtaktive Tiere geprüft und eine flächendeckende Informationskampagne für Gartenbesitzer:innen gestartet werden. Ziel sei es, die nächtliche Aktivität von Wildtieren zu sichern und damit einen verhältnismäßigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. "Wir sind davon überzeugt, dass alle Bürgerinnen und Bürger durch ihre Gärten einen Teil zum Artenschutz beitragen können und wollen. Deshalb appellieren wir an jeden, die Gärten sicher und lebenswert für Insekten und kleine Wildtiere zu machen", appelliert Annika Streit abschließend.

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Kommentare

1
Anti Grün
9 stunden vor
Entzückend, sind die Grünen hier auch mal aufgewacht. Gießen hat's schon lange eingeführt. Etliche andere Metropolen auch. Ihr müsst nicht so tun als ob euch Artenschutz am Herzen liegt. Das nimmt euch keiner mehr ab, seitdem ihr eure Windkraftwerke auch in Naturschutzgebieten errichten wollt.
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