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„Plan gegen Straßen-Elend“: Zahn bleibt nach Kritik gelassen

„Plan gegen Straßen-Elend“: Zahn bleibt nach Kritik gelassen

„Wenn die Vorstellung meines Programms zur Sanierung unserer maroden Straßen bewirkt hat, dass sich einige Leute in Gelnhausen jetzt intensiver Gedanken zu dem Thema machen, dann sind wir einen großen Schritt weiter.“

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Mit Gelassenheit reagiert Jochen Zahn auf Stimmen, die seinen „Plan gegen das Straßen-Elend“ kritisierten. Der Bürgermeisterkandidat der freien Wählerguppe „Bürger für Gelnhausen“ hatte vergangene Woche ein durchdachtes Konzept präsentiert, das eine verbesserte Organisation, ein strukturiertes Vorgehen und nicht zuletzt mehr Geld vorsieht. Die Stadtverwaltung reagierte prompt: Erster Stadtrat Dieter Ullrich und Bauamtsleiter Günther Kauder vermuteten in Zahns Erklärung einen Vorwurf mangelhafter Organisation oder gar eine Mitschuld der Verwaltung aufgrund Versäumnisse in früheren Jahren, wogegen sie sich in einer Stellungnahme verwahrten.

„Es geht mir nicht um Schuldzuweisungen“, sagt Zahn dazu. Aber nur die Vergangenheit zu bemühen, sei auf Dauer kein Erfolg versprechender Weg. „Der Blick in den Rückspiegel bringt uns nicht nach vorn. Wir leben im Jahr 2017, wir müssen uns heute für die Zukunft aufstellen.“ Den Hinweis von Ullrich und Kauder, dass die Kommunalpolitik verantwortlich sei, weil sie in den letzten Jahren zu wenig Geld für Straßensanierungen zur Verfügung gestellt habe, will Zahn nicht unwidersprochen lassen: Wiederholt sei in Besprechungen und Gesprächsrunden auf den maroden Zustand der Gelnhäuser Straßen hingewiesen und mehr Geld für deren Sanierung gefordert worden. Der Bürgermeister habe dies stets abgelehnt; seine Begründung: Es sei nicht mehr Geld da, vor allem wegen der Kita-Kosten.

Zahn sagt, die Vorstellungen von einer neuen Gelnhäuser Kommunalpolitik gründeten für ihn und die „Bürger für Gelnhausen“ auf ganz konkrete Erfahrungen, die unter anderem bei einer Informationsreise in Rednitzhembach gesammelt wurden. „Diese fränkische Gemeinde war einst hoch verschuldet. Nach einem Schwenk der Kommunalpolitik schreibt man dort wieder schwarze Zahlen, die lokale Politik wird von den Bürgerinnen und Bürgern rückhaltlos unterstützt, und der Bürgermeister wurde inzwischen mehrfach für sein Wirken mit Preisen ausgezeichnet.“

An diese und ähnliche Erfahrungen habe er sein Programm für Gelnhausen angelehnt, sagt Zahn, und zwar nicht nur zum Thema Straßensanierung, sondern auch für die Bereiche Finanzen und Wohnen. „Gesunde Finanzen sind die einzig tragfähige Basis für eine ausreichende Kinderbetreuung, für städtische Investitionen, für die Unterstützung von Vereinen, fürs Personalmanagement und vieles mehr.“ Hinzu komme das Thema Sicherheit, für das er als Kriminalbeamter entsprechende Erfahrungen und Kompetenz mitbringe und das man ebenfalls zeitgemäß ausgestalten müsse: „Das Sicherheitsgefühl der Menschen ist aufgrund der Ereignisse in der Welt und in der unmittelbaren Umgebung ein anderes als vor wenigen Jahren. Darauf muss sich eine Stadt dringend einstellen.“

Und dann gibt es noch das Thema Transparenz, das laut Jochen Zahn ganz hoch anzusiedeln sei: „Transparenz beim kommunalen Handeln fängt für mich bei der Planung urbaner Projekte an und endet noch lange nicht bei deren Realisierung. Wir müssen eine neue Offenheit und auch Ehrlichkeit in die kommunale Politik einbringen, sonst verlieren wir den Rückhalt bei den Menschen in der Stadt.“ Das gelte nicht nur im großen Ganzen, sondern vor allem auch im Detail – wie zum Beispiel bei der Straßensanierung: „Mein Ziel ist es, mittelfristig den Zustand unserer Straßen durch ein durchdachtes Programm zu verbessen. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen – und dadurch zugleich die finanzielle Belastung der Stadt und auch ihrer Bürger spürbar reduzieren können.“

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