Ein Bürger aus dem Gelnhäuser Stadtteil Hailer meldete sich am späten Nachmittag zunächst per 112 bei der Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises und meldete, dass ihn gerade Personen angesprochen hätten, die die Rauchmelder kontrollieren wollten. Die Leitstelle informierte die Polizeistation, die mit mehreren Streifen nach Hailer ausrückte. Obwohl die gesamte Umgebung abgesucht wurde, konnten allerdings keine verdächtigen Personen festgestellt werden. Der Bürger bestätigte laut Polizeipressestelle gegenüber den Beamten vor Ort den Kontakt zu den angeblichen Rauchmelder-Kontrolleuren, habe allerdings keine detaillierte Täterbeschreibung abgeben können. Schnell aufgekommene Gerüchte, dass diese Personen als Feuerwehrmänner verkleidet gewesen sein sollen, bestätigten sich somit nicht.
Auch für die Ermittler bleiben die angeblichen Kontrolleure damit ein Rätsel. „Bitte rufen sie sofort die Polizei“, erklärte gestern noch einmal ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen. Bei dem Fall in Hailer sei eine halbe Stunde vergangen, bis die Meldung angekommen war. „Werden wir schneller informiert, stehen die Chancen deutlich besser, diese Personen noch anzutreffen“, ergänzt der Polizeisprecher. Wie glaubhaft die Darstellung des Bürgers ist, konnte er allerdings auch nicht sagen, und auch nicht, ob es sich nach den vielen Diskussionen in den vergangenen Tagen möglicherweise um Trittbrettfahrer handelt.
Fakt bleibt: Weitere Fälle sind der Polizei aus dem Main-Kinzig-Kreis nicht bekannt. Auch die Kreispressestelle wurde gestern über den Anruf bei der Leitstelle informiert und nutzt diesen Fall für eine erneute Warnung der Bevölkerung. „Seien sie aufmerksam und misstrauisch“, betonte Kreispressesprecher John K. Mewes, dass keinerlei staatliche Kontrolleure von Rauchmeldern unterwegs seien. Ob tatsächlich Trickdiebe mit dieser Masche ihr Glück versuchen, bleibt allerdings auch nach dem Polizeieinsatz in Hailer weiterhin ungeklärt.



