Beide Parteien rechnen mit einem zügigen Abschluss der Verhandlungen: "Grundlage hierfür sind die sehr konkreten Ergebnisse der Sondierungsphase, in der bereits zahlreiche Sachfragen intensiv beraten und tragfähige Vereinbarungen erzielt werden konnten. Ziel ist es, den fertigen Koalitionsvertrag noch vor Beginn der Sommerpause den zuständigen Parteigremien zur Beschlussfassung vorzulegen."
Inhaltlich setze die geplante Koalition klare Schwerpunkte: "Ein zentrales Anliegen ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. CDU und SPD werden mit kreiseigenen Förderprogrammen gezielt Baukosten zu senken, um Investitionen in den Wohnungsbau zu erleichtern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf barrierefreien Wohnformen und Mehrgenerationenprojekten. Die Koalitionspartner werden hier gemeinwohlorientierte Wohnungsbauunternehmen gezielt unterstützen. Die Mittel dazu sollen aus dem Sondervermögen Bundes genutzt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Bildungslandschaft im Main-Kinzig-Kreis. Mit dem „Schulbauturbo“ soll in den kommenden fünf Jahren ein Investitionsprogramm von rund 360 Millionen Euro umgesetzt werden. Vorgesehen sind der Ausbau und die Modernisierung von Schulen sowie die verlässliche Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung. Darüber hinaus soll das gymnasiale Angebot im westlichen Kreisgebiet erweitert werden. Gleichzeitig bekennen sich CDU und SPD ausdrücklich zu den Integrierten Gesamtschulen und streben mittelfristig den Neubau einer kooperativen Gesamtschule im Westkreis an."
Auch die Pflegeinfrastruktur soll gestärkt werden: "Geplant ist ein Investitions- und Modernisierungsprogramm für die kreiseigenen Pflegezentren. Hierfür sollen ebenfalls Mittel aus dem Sondervermögen genutzt werden. Angesichts des steigenden Bedarfs an Pflegeplätzen wollen CDU und SPD zugleich die Ausbildung in den Pflegeberufen weiter ausbauen und attraktiver gestalten. Ein klares Bekenntnis gibt es zudem zum kommunalen Klinikverbund. CDU und SPD wollen die medizinische Vollversorgung in kommunaler Trägerschaft dauerhaft sichern und weiterentwickeln. Im Bereich Mobilität steht die Sicherung eines verlässlichen Angebots im ländlichen Raum im Mittelpunkt. Gleichzeitig sollen die Voraussetzungen für neue Mobilitätsformen geschaffen werden. Dazu gehören die Vorbereitung auf autonomes Fahren sowie der weitere Ausbau des On-Demand-Verkehrs „Carlos“. Auch über personelle Fragen konnte Einigkeit erzielt werden. Künftig wird die CDU mit Jannik Marquart den Posten des Ersten Kreisbeigeordneten und Vizelandrats übernehmen. Damit werde das Ergebnis der Kommunalwahl angemessen abgebildet. Andreas Hofmann wird weiterhin als Beigeordneter tätig sein. Beide Parteien betonen, die bisherige kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit auch in Zukunft in dieser Rollenverteilung fortsetzen zu wollen. Mit dem nun beginnenden Ausarbeitung des Koalitionsvertrags sehen CDU und SPD eine stabile Grundlage für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft des Main-Kinzig-Kreises geschaffen."



