Dr. Flörsheim, der, bevor er nach Zeitz umzog, in Langenselbold eine Praxis unterhielt, ist als rassisch und politisch Verfolgter Jude 1943 in Auschwitz ermordet worden. Getrennt davon kam Tochter Inge ebenfalls in Auschwitz ums Leben. Die aus Hammelburg stammende Ehefrau Hilde Flörsheim, die sich seinerzeit in Frankfurt am Main aufhielt, teilte das Schicksal mit der Familie Schönfeld aus Dörnigheim. Sie wurde im Fort IX der litauischen Stadt Kaunas (Kowno) erschossen.
Der Vorsitzende des Vereins Brüder-Schönfeld-Forum e.V. im Maintal zeigte sich schockiert von den Ereignissen in Zeitz. „Ich kenne die Biografien der Flörsheims, habe die originalen Dokumente ihrer Verfolgung gelesen und war an den Orten, an denen der Familie gedacht wird. Darunter ist das Haus in der Zeitzer Leipziger Straße, wo sich bisher die drei „Stolpersteine“ befanden.“
Die Stadt Zeitz hat ein Spendenkonto eingerichtet, damit die „Stolpersteine“ wieder neu gesetzt werden können. Der Verein Brüder-Schönfeld-Forum e.V. bittet darum, die Stadt Zeitz darin zu unterstützen.
Spendenkonto
Sparkasse Burgenlandkreis
IBAN: DE18 8005 3000 1131 0704 41
Die eingehenden Spenden werden in Abstimmung mit der Stadt Zeitz und der Initiative Stolpersteine genutzt, um die Stolpersteine alsbald zu ersetzten. Nicht benötigte Spenden werden dem Simon-Rau-Zentrum in Weißenfels zur Verfügung gestellt, um die Erinnerungsarbeit an die ehemaligen jüdischen Gemeinden im Burgenlandkreis zu unterstützen.
Foto: Initiative Stolpersteine





Solche Diebe machen ja auch nicht vor Friedhöfen halt.