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Keiler Bier

Mehr Leben ins Fairtrade Town

Mehr Leben ins Fairtrade Town

Nach zwei Wochen endete am vergangenen Wochenende die Wanderausstellung „Hessen Fairändert“ mit einer Finissage bei dem örtlichen Künstler Orlando Li Sanchez, im Garten der Galerie Colibri.

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Wenigstens am Samstag meinte es das Wetter gut mit den Besucherinnen und Besuchern. Bei fair gehandelten Getränken und Snacks entwickelten sich ein reger Austausch über eine gerechtere Welt und Möglichkeiten, vor Ort einen Beitrag zu leisten – nicht nur durch Unterstützung des Weltladens, sondern insbesondere, wie das soziale Miteinander vor Ort gestärkt werden könnte.

„Wie geht es weiter?“ war eine zentrale Frage. Denn nachdem sich Großkrotzenburg als eine der letzten Gemeinden im Umkreis mit dem Zertifikat „Fairtrade Town“ schmücken darf, will diese Auszeichnung ja mit Inhalt gefüllt und auf Dauer erhalten werden. „…Das bedeute vor allem Eigenintiative und die Aktivierung von Politik und Verwaltung, waren sich die Gäste einig. Und so entspannten sich Gespräche darüber, welche Ressourcen im Ort vorhanden sind und wie sich ein Miteinander entwickeln lässt, das über die individuelle Interessenlage und hergebrachte Denkweisen hinausgeht.

Ideen gab es viele: mehr Kontakte unter den bestehenden Gruppierungen, das Kastell mit Veranstaltungen zu beleben – etwa indem Musiktreibende eingeladen werden, ihre Instrument auszupacken und spontan miteinander zu musizieren. Dass sich Menschen mit ihren Hobbies vorstellen, dass Menschen ermuntert werden, Lebensraum und Nahrung für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Dass die Jugend mehr eingebunden wird und ihr ausreichend Treffpunkte angeboten werden. „Man könnte ja auch am hessischen Tag der offenen Gartenpforte mitmachen“, schlug eine Besucherin vor. Anmeldungen der privaten Gartenbesitzer:innen würden für 2022 im Internet schon angenommen. Wenn mehrere Haushalte sich beteiligen würden – „ich würde mitmachen“.

Denn, wie die Ausstellung zeigte, Ziel ist ein gutes Leben für Alle. Damit sind faire Verdienstmöglichkeiten ebenso gemeint wie Klimabedingungen oder ein sozialer Umgang, mit dem sich die Menschen wohlfühlen. Weg vom Anspruchsdenken hin zum Mitmachen. Die Steuerungsgruppe sieht weiterhin Aufgaben auf sich zukommen. Und wie die Finissage zeigte, gibt es Ideen und Aussicht auf Mitstreiter:innen.

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