Gesperrter Kinzigsteg: CDU fordert Provisorium

Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat Lamboy/Tümpelgarten (von links): Andreas Plitzko, Elke Schaffrath und Matthias Hartmann.

Hanau
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Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat Lamboy/Tümpelgarten möchte die überraschende Sperre und damit einhergehende lange Wartezeit für Passanten bis zur Fertigstellung des Neubaus Kinzigsteg in der Bulau verkürzen und schlägt die Nutzung eines Provisoriums vor.

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Wie die Stadt Hanau in ihrer Pressemeldung vom 10. Mai mitteilt (wir berichteten), ist der Kinzigsteg ab sofort für den Fuß- und Radverkehr gesperrt, da bei einer Routineinspektion irreparable Schäden an der Holzkonstruktion festgestellt wurden. „Die sofortige Sperrung der Brücke ist aus Sicherheitsgründen die einzig richtige Entscheidung gewesen“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU im Ortsbeirat Lamboy/Tümpelgarten, Matthias Hartmann. „Allerdings beträgt der Zeitraum bis zur Fertigstellung eines Ersatzneubaus bestenfalls ein Jahr und würde für viele Bürgerinnen und Bürger ein ärgerliches Hindernis bedeuten.“

Die Brücke sei aufgrund ihrer Lage sicher nicht als kritischer Verkehrsknotenpunkt zu betrachten, aber bis zur Sperrung letzter Woche täglich von vielen Fußgängern, Hundeführern, Freizeitsportlern und Radfahrern genutzt worden. Vor allem in Pandemiezeiten sei diese Kinzigüberführung eine gern genutze Möglichkeit für einen schnellen Zugang in das Naherholungsgebiet Bulau. Auch viele Radfahrer hätten die Brücke als Berufspendler genutzt, um von Erlensee und Rodenbach nach Hanau zu gelangen – ganz zu Schweigen von den vielen Freizeitsportlern.

Um die jeweils gegenüberliegende Brückenseite zu erreichen sei nun ein Umweg von etwas mehr als zwei Kilometern notwendig. Mit Kenntnis der Sperre und einer geänderten Routenplanung könne der Umweg natürlich minimiert werden, um ans Ziel zu gelangen. Für viele dürfte die Sperrung aus Sicht der CDU aber trotzdem eine ärgerliche Überraschung und die gewohnten Wege damit nicht mehr zu gehen sein.

"Ursprünglich war ein Neubau der Brücke über die Kinzig erst 2022/2023 geplant. Die Witterung der letzten Jahre hat der 2003 renovierten Holzkonstruktion wohl aber stärker zugesetzt als man ursprünglich vermuten konnte", stellt sich aus Sicht der CDU Lamboy/Tümpelgarten deshalb die Frage, ob bis zur Fertigstellung eines Ersatzneubaus nicht auch die Möglichkeit eines Provisoriums besteht. "Mit einem Neubau könnte nach der notwendigen Planung, Ausschreibungs- und Vergabephase sowie Bautätigkeit frühestens in einem Jahr begonnen werden – sofern die Planung reibungslos verläuft und die Finanzierung gesichert ist – so die Einschätzung der HIS nach telefonischer Rücksprache", regt die CDU Lamboy/Tümpelgarten deshalb an, dass Hanau Infrastruktur Service Überlegungen in alle Richtungen anstellt, um die Zeit ohne Kinzigüberführung an dieser Stelle so gering wie möglich zu halten. Zudem sollte auch über alternative Konstruktionen aus Beton und Stahl nachgedacht werden. Holz sei als Baumaterial aus Umwelt- und Naturschutzgründen nachvollziehbar, hinsichtlich der Haltbarkeit und Lebensdauer in einem Wald- und Feuchtgebiet aber permanenten extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. „Wir sollten nach einer langfristigen und trotzdem umweltverträglichen und möglichst nachhaltigen Lösung suchen, um nicht in 10 bis 15 Jahren erneut über einen Neubau nachdenken zu müssen“, so Matthias Hartmann abschließend.

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