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Beitrag zum Klimaschutz: 156 neue Bäume gepflanzt

Beitrag zum Klimaschutz: 156 neue Bäume gepflanzt

"Damit haben wir den hitzebedingten Verlust von Stadtbäumen zu einem beträchtlichen Teil bereits ausgleichen können und werden in diesem Jahr weitere Neupflanzungen folgen lassen."

Diese Bilanz zieht Stadtrat Thomas Morlock (FDP) mit Blick auf 156 in den vergangenen Wochen frisch gesetzte Ahorne, Linden, Ross- und Edelkastanien, Nussbäume, Hainbuchen, verschiedene Eichen und Buchen, Eschen, Erlen und Robinien, ferner einige Platanen, Flatterulmen und Zitterpappeln sowie je eine Baumhasel und Douglastanne.

Im kommenden Herbst und Winter sowie im Frühjahr 2022 sieht der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) weitere Pflanzungen vor. Die Anzahl dieser Bäume steht noch nicht fest. Im Herbst 2019 hatte HIS 500 Stadtbäume fällen müssen, die den hohen Sommertemperaturen in den beiden Sommern zuvor nicht standgehalten hatten. Darunter waren allein 69 Bäume unterschiedlicher Art im Schlosspark Philippsruhe. Dort hat HIS jetzt für 26 Ersatz-Gehölze gesorgt. Eine beauftragte Firma setzte darüber hinaus auf der Südseite des Bürgerparks Hochgericht 20 Bäume in die Erde. Die weiteren 110 Neupflanzungen verteilen sich über das Stadtgebiet.

Allein für den Bürgerpark Hochgericht gibt HIS rund 47.000 Euro für die frischen Bäume aus, im Schlosspark Philippsruhe weitere 57.000 Euro. Die Kosten für die weiteren Neupflanzungen belaufen sich rund 236.000 Euro. "Diese Summen zeigen, wie viel uns Klimaschutz und Klimaanpassung durch möglichst viele Bäume in Hanau wert ist", betont Stadtrat Morlock. Denn Bäume speichern im Rahmen der Fotosynthese Kohlenstoff in ihren Wurzeln und geben Sauerstoff wieder in die Atmosphäre ab. So können sie das klimaschädliche Kohlendioxid neutralisieren. Immerhin fast 40.000 Bäume weist das städtische Baumkataster insgesamt aus.

Kommentare

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Christian Bläul
3 jahre vor
Pflanzen speichern den Kohlenstoff aus dem CO₂ in der gesamten Biomasse, nicht nur in den Wurzeln.

Ist ein Waldbaum einmal ausgewachsen gleichen sich CO₂-Aufnahme und Abgabe ungefähr aus. Wird er gefällt, dann gibt er typischerweise das gespeicherte CO₂ wieder an die Luft ab, weil das Holz meist verrotten kann oder verbrannt wird. Wenn wir die Klimakrise bremsen wollen, dann führt kein Weg vorbei an einer dramatischen Reduktion unseres Durchschnittsausstoßes von (je nach Quelle) 9-12 Tonnen CO₂ pro Mensch in diesem Land. Bäume zu pflanzen gleicht das bei weitem nicht aus und leistet nur einen kleinen Beitrag.

Angenommen das CO₂ wäre Wasser und die Atmosphäre eine bereits jetzt überlaufende Badewanne: solange wir weiter den Wasserhahn laufen lassen geht die Badüberschwemmung nicht weg. Jede Emission ist zu viel.
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