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Nach Messerstichen in Hanau: Polizei schließt Notwehr nicht aus

Nach Messerstichen in Hanau: Polizei schließt Notwehr nicht aus
Foto: 5VISION.NEWS

Am Montagabend kam es am Freiheitsplatz in Hanau zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 25-Jähriger durch einen 17-Jährigen lebensbedrohlich mit einem Messer verletzt worden sein soll (wir berichteten). Der Gesundheitszustand des Verletzten wird durch die behandelnden Ärzte weiterhin als sehr kritisch eingestuft. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen aufgrund vorliegender Erkenntnisse davon aus, dass sich die Beteiligten kennen und es bereits im Vorfeld mehrfach zu Streitigkeiten zwischen ihnen kam.

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurden die Aufzeichnungen der Videoschutzanlage ausgewertet. Nach derzeitiger Bewertung kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der 17-Jährige in einer Notwehrsituation befand. Zudem ergaben die bisher geführten Ermittlungen, dass eine weitere Person, ein 23 Jahre alter Mann, ebenfalls durch den Tatverdächtigen während der Tatausführung leicht verletzt worden sein soll. Die genauen Hintergründe der Tat sowie die Tatumstände sind derzeit noch nicht abschließend geklärt und benötigen weitere Ermittlungen. Die Kriminalpolizei bittet erneut Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls, sich unter der Rufnummer 06181/100-123 zu melden. Zudem steht unter der Rufnummer 06181/100-333 ein Beratungs- und Hilfsangebot für Personen zur Verfügung, die den Vorfall miterlebt haben und dadurch belastet sein könnten.

„Solche Taten haben auf unseren Straßen nichts zu suchen und wir gehen mit aller Konsequenz dagegen vor. Unser Dank gilt den Polizistinnen und Polizisten für den schnellen Fahndungserfolg, den Rettungsdiensten für die schnelle Versorgung des Verletzten und unsere Hoffnung liegt nun auf der Justiz, die Hintergründe des Streits schnell aufzuklären“, sagen Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) und Stadträtin Isabelle Hemsley (CDU) zu dem Vorfall.

"Gewalt und bewaffnete Auseinandersetzungen auf unseren Straßen akzeptieren wir nicht. Für die Stadt Hanau hat Sicherheit im öffentlichen Raum höchste Priorität. In den vergangenen Jahren haben wir als Stadt gemeinsam mit dem Land Hessen eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheitsarchitektur in Hanau weiter zu stärken. Dazu gehören gemeinsame Fußstreifen von Stadt- und Landespolizei, eine höhere Zahl rund um die Uhr verfügbarer Funkstreifenwagen, die Innenstadtoffensive, Bodycams für unsere Stadtpolizei sowie Videoschutzanlagen an zentralen Plätzen der Innenstadt. Es wird weitere Videoschutzanlagen in Hanau geben. Auch die Waffenverbotszone in der Innenstadt ist Teil dieser Strategie", so die zuständige Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley.

Die bestehenden Videoschutzanlagen in der Hanauer Innenstadt habe sich dabei nach Einschätzung der Stadt bereits mehrfach bewährt. "Technische Lösungen ersetzen keine Polizistin und keinen Polizisten, aber sie helfen, Täter zu identifizieren, Fluchtwege nachzuvollziehen und Straftaten aufzuklären", so Stadträtin Hemsley.  Die Stadt Hanau versteht ihre Sicherheitsstrategie als Zusammenspiel verschiedener Elemente.

"Sicherheit entsteht durch Prävention, eine schnelle und enge Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und eine konsequente Strafverfolgung. An diesem Dreiklang arbeiten wir gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden konsequent weiter", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley.

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Foto: 5VISION.NEWS

Kommentare

1
paul der h
2 monate vor
Ok, wir kennen die Videos nicht.
Aber der Eine muß dann wohl dabeigewesen sein den Anderen zu erwürgen, oder ihm eine Pistole an den Kopf gehalten haben?

In einer Schlagzeile dann vermutete Notwehr zu zietieren/veröffentlichen sehe ich da trotzdem sehr kritisch.

Es wird dann halt noch mehr Leute geben, die Messer mit sich rumschleppen, weil der Eindruck erweckt wird der Einsatz zur Selbstverteidigung wäre dann weniger Schlimm oder unverzichtbar.
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Hätteesgernschönhier
2 monate vor
Ja, das wäre die nächste logische Überlegung. Messer sei ok für Selbstverteidigung. Ist das das Zeichen, das wir setzen wollen?
Ist soviel Selbstverteidigung notwendig, wo doch das alles hier keinen Platz hat?

Wir brauchen praktikable Lösungen, keine Worthülsen.

Und ehrlichen Umgang mit dem allem. Ich hoffe nur, ich erfahre nicht nach dem Wahlsonntag, dass das wieder Leute waren, die gar nicht hier sein sollten oder dürften.
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Hätteesgernschönhier
2 monate vor
Der Politiker schützt uns vor gar nichts. Herr Kaminsky und die anderen, sparen Sie sich die starken Worte. Das ist nur heiße Luft, die die Menschen nicht beruhigt, sondern sauer macht. Wir stehen der Gewalt hilflos gegenüber über können nur dokumentieren und protokollieren, aber niemanden wirklich schützen. Verbrecher leben hier gut.
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2
D.A.
2 monate vor
Zitat Gewalt und bewaffnete Auseinandersetzungen auf unseren Straßen akzeptieren wir nicht. Für die Stadt Hanau hat Sicherheit im öffentlichen Raum höchste Priorität. In den vergangenen Jahren haben wir als Stadt gemeinsam mit dem Land Hessen eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheitsarchitektur in Hanau weiter zu stärken. Dazu gehören gemeinsame Fußstreifen von Stadt- und Landespolizei, eine höhere Zahl rund um die Uhr verfügbarer Funkstreifenwagen, die Innenstadtoffensive, Bodycams für unsere Stadtpolizei sowie Videoschutzanlagen an zentralen Plätzen der Innenstadt. Es wird weitere Videoschutzanlagen in Hanau geben. Auch die Waffenverbotszone in der Innenstadt ist Teil dieser Strategie",
Und was nutzt es? Der Zustand ist weiterhin sehr kritisch !!
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UHU
2 monate vor
Wie kann man denn auf Notwehr kommen, nur weil die Beteligten schon mal
gestritten haben. Der 17jährige hat in einer so genannten Waffenverbotszone ein Messer gezückt und zugestochen. Warum wird das immer so verharmlost
dargestellt? Das Strafrecht soll von 14 auf 12 Jahre gesenkt werden, weil Kinder
auch zu Messertätern werden. Dann auch bitte die Volljährigkeit von 18 auf
16 Jahre senken und weg mit dem Jugendschutz bis 21 Jahren.
Irgendwann reicht`s !
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Hätteesgernschönhier
2 monate vor
Na, wer Opfer oder Täter ist wird nur dadurch bestimmt, wer den größten Schaden hat. So isses in der Wildnis.
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1
De alde Hanauer
2 monate vor
Ach der Herr Bürgermeister. Froh sonst über jeden zählbaren Einwohner, der ihm die Grossstadtrechte besxhert, um im Gegenzug die meisten Einwohner dafür wieder davon zu subventionieren. Ob diese dann Messerjocke genannt werden, Captain blue Eye oder deren Kinder im Ehestreit vom Balkon werfen, egal.

Wer verdient daran? Ändert sich das Salär des Stadtoberhauptes etwa?
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2
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Man kann nicht alles haben.
Entweder eine Linksgrün-Ideologische Politik, oder Realität.
Beides geht nicht.

Zitat:
Auch die Waffenverbotszone in der Innenstadt ist Teil dieser Strategie
Klappt ja wirklich toll.
Schadensbegrenzung aber keine Verhütung!
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Hätteesgernschönhier
2 monate vor
zitiere W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸:


Klappt ja wirklich toll.
Schadensbegrenzung aber keine Verhütung!


Wir müssen wieder vor die Ereignisse kommen. D.h. hier, dass niemand glaubt, ein Messer mitführen zu müssen. Aber dazu müssen wir uns als Gesellschaft wehren und rechtlich konservativ durchziehen und notwendiges ermöglichen.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Hätteesgernschönhier:
Wir müssen wieder vor die Ereignisse kommen. D.h. hier, dass niemand glaubt, ein Messer mitführen zu müssen.


Wenn das Mitführen eines Messers allerdings zur Tradition oder der Überzeugung gehört so etwas haben zu müssen,
können auch wir als Gesellschaft das nur über die demokratische Wahl regeln.

Du kannst auch die Deutschen rechte der Frauen nicht in alle Religionen zwingen.
Wenn im Buch des Glaubens steht, alles andere ist ungläubig und muss entsprechend bestraft werden, wirst du das nicht ändern können.

Bigamie, Kinderehe, Frauenrechte, Gesetze uvm. Werden durch Anwälte und der Religionsfreiheit ausgehöhlt.

Solch eine Inkompatibilität kann man nicht beheben!
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Heck
2 monate vor
Die Hanauer Politiker und Politikerinnen sollten mal lieber ihre rosaroten Brillen absetzen und ihre Augen gaaanz weit öffnen.

Und was siehste?
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