Mit der Installation der ersten Dampfmaschine in der Teppichfabrik von Leisler 1837, der Aufnahme des Betriebs der Maindampfschifffahrt 1842 und dem Bau der ersten Eisenbahnlinie von Hanau (West) über Wilhelmsbad nach Frankfurt (Ost) 1848 nahm die industrielle Entwicklung allmählich Fahrt auf.
Alte Gewerbe wie die Textilmanufakturen verloren an Bedeutung, dagegen konnte das Tabakgewerbe mit der Zigarrenherstellung expandieren. Neue Produktionszweige wie beispielsweise der Maschinenbau, die Edelmetallverarbeitung, das lithografische Gewerbe sowie Betriebe der Chemie und Elektrotechnik entstanden. Die neuen Fabriken benötigten Arbeitskräfte, die vom Umland in die Stadt zogen. Neue Siedlungen wurden gebaut und die notwendige Infrastruktur für das Wachstum ebenso. Ein Gaswerk, ein Elektrizitätswerk, ein Wasserwerk und die Kanalisation mit entsprechenden Leitungsnetzen wurden errichtet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Hanau zu einer respektablen Industriestadt herangewachsen.
Richard Schaffer-Hartmann
Dienstag, 03.03.2026
19.30 Uhr
Karl-Rehbein-Schule, Schlossgartensaal


