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Wegen Vogelgrippe: Wildpark "Alte Fasanerie" verstärkt Sicherheitsmaßnahmen

Wegen Vogelgrippe: Wildpark "Alte Fasanerie" verstärkt Sicherheitsmaßnahmen
Foto: Norbert Kappenstein

Aufgrund der aktuellen Lage rund um die Vogelgrippe wurden im Wildpark "Alte Fasanerie" in Klein-Auheim die Biosicherheitsmaßnahmen vorsorglich erhöht. "Zum Schutz unserer Tierbestände befinden sich deshalb derzeit unsere Hühnervögel – darunter Fasane, Puten (Truthähne), Vorwerkhühner, Pfaue und unser Wassergeflügel (Entenvögel) wie Gänse und Enten – in geschützten Innenbereichen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Diese vorübergehende Unterbringung dient allein der Sicherheit der Tiere und verhindert mögliche Kontakte zu Wildvögeln. Wir hoffen sehr, die Maßnahmen bald wieder zurückfahren zu können, damit unsere gefiederten Bewohner wieder in ihre angestammten Gehege umziehen und von unseren Besucherinnen und Besuchern in gewohnter Umgebung beobachtet werden können."

Das Truthuhn (Meleagris gallopavo) oder wie kommt die Jungfrau zum Kind? Jungfernzeugung nicht nur zur Weihnachtszeit

Schon in den 1950er Jahren entdeckte man, dass auch weibliche Truthühner den Trick der Parthenogenese nutzen, um sich in Notzeiten ohne die Mitwirkung eines Männchens fortzupflanzen. Parthenogenese oder Jungfernzeugung ist die Entstehung von Nachkommen aus unbefruchteten Eiern. Die Parthenogenese stellt eine eingeschlechtliche Fortpflanzung dar. Es gibt sie z. B. bei Würmern, Milben, Spinnen, Wespen, Hummeln, Ameisen und Bienen. So entstehen bei der Honigbiene aus unbefruchteten Eiern stets Männchen, die Drohnen, aus befruchteten Eiern je nach Ernährung der Larven entweder Königinnen oder Arbeiterinnen. Das Truthahnküken (siehe Foto) ist allerdings nicht durch Parthenogenese entstanden, sondern hier war Truthahn Oscar direkt beteiligt.

Neuzugänge im Wildpark: Ronja und Mattes bereichern die Marderhund-Gruppe

"Über ein befreundetes Wildtier- und Artenschutzzentrum konnten wir zwei neue Marderhunde aufnehmen. Ronja und Mattes! Die beiden haben kürzlich erfolgreich in unsere bestehende Marderhund-Gruppe (Tanno und Cedric) integriert werden können. Die Vergesellschaftung verlief ruhig und harmonisch – ein gutes Zeichen dafür, dass sich unsere vier felligen Bewohner wohlfühlen und miteinander gut zurechtkommen. Der Marderhund ist eine besondere Tierart: Obwohl er seinen Namen trägt, ist er kein Marder, sondern gehört zur Familie der Hunde. Mit seinem rundlichen Körperbau, dem dichten Fell und der charakteristischen Gesichtsmaske wirkt er ein wenig wie eine Mischung aus Waschbär und Hund. Marderhunde sind zudem als ruhige dämmerungsaktive Tiere bekannt – und meist richtige Genießer. Wir hoffen, dass unsere zwei neuen 'Pummelchen' bald viele Besucherherzen erobern", heißt es aus dem Wildpark.

Umbauprojekt im Wildpark: Die alte Uhuvoliere wird zur neuen Heimat der Waldrappe

Ein weiterer Höhepunkt im Wildpark entsteht durch den Umbau der ehemaligen Uhuvoliere. Hier sollen demnächst Waldrappe einziehe, die gemeinsam mit den zwei Kolkraben Hänsel und Gretel eine ungewöhnliche, aber faszinierende multikulturelle Wohngemeinschaft bilden werden. Der Waldrapp ist eine stark bedrohte, einheimische Ibisart mit unverwechselbarem Erscheinungsbild: schwarzes, schillerndes Gefieder, ein kahler Kopf und ein langer, gebogener Schnabel. Er gilt als einer der seltensten Vögel Europas und steht im Fokus zahlreicher internationaler Wiederansiedlungsprojekte. "Sein ausgeprägtes Sozialverhalten und sein markantes Flugbild machen ihn zu einem besonderen Erlebnis für Besucherinnen und Besucher. Wir freuen uns darauf, diese beeindruckenden Vögel bald im Wildpark präsentieren zu können – und laden alle herzlich ein, die Fortschritte des Umbaus und die Entwicklung unserer neuen tierischen Wohngemeinschaft mitzuerleben", heißt es abschließend aus dem Wildpark.

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Foto: Norbert Kappenstein

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