Ein Denkmal für die Fastnacht: Der Marstall im Narrengewand Das diesjährige Motiv, entworfen von Paul Eppert, setzt dem ehrwürdigen Marstall ein Denkmal. Wo früher tapfere Ritter in schweren Rüstungen bei epischen Turnieren um die Ehre der Burg Steinheim kämpften, wehen auf der Plakette nun stolz die Narrenfahnen.
Der Wandel der Zeit wird hier charmant eingefangen: Heute ist der Marstall die Heimat des Deutschen Äppelwoifests. Statt Rossen traben hier die Durstigen, und das „dramatische Duell“ von einst ist höchstens der Entscheidung gewichen, ob es noch ein Glas „Gespritzter“ sein darf. Die Plakette schlägt die Brücke zwischen historischem Erbe und gelebter Fastnachtskultur.
Verkauf sichert den „närrischen Lindwurm“ Hinter dem bunten Abzeichen steckt jedoch ein ernster Kern: die Finanzierung des Umzugs. „Damit der 32. Steinheimer Fastnachtszug mindestens so prächtig wie früher durch die Straßen ziehen kann, müssen wir noch viele Plaketten verkaufen“, betont Burkhard Huwe vom Förderkreis. Der gesamte Erlös fließt direkt in die Organisation und Absicherung des närrischen Lindwurms.
Die Fakten zum Verkauf:
- Preis: Unverändert 2,00 Euro.
- Vorverkaufsstellen: Burg-Apotheke, Fleming-Apotheke, Reise- und Versicherungsbüro Schäfermeier sowie V’s Kiosk (Ludwigstr. 85).
- Restbestände: Für Kurzentschlossene gibt es die Plaketten auch direkt während des Zuges bei den fliegenden Händlern.
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Die Vorfreude in Steinheim ist riesig. Tomas Franz vom Förderkreis gibt bereits einen Ausblick auf das Programm: „Der Zug wird wieder bunt und fröhlich sein. Neben beinahe 60 Gruppen haben bereits sechs Musikzüge fest zugesagt.“ Damit die Kreativität nicht zu kurz kommt, lobt der Verein wieder fünf Preise für die besten Kostümierungen und Wagen aus. Eine unabhängige vierköpfige Jury wird am Zugrand genau hinschauen, wer die Steinheimer Fastnacht am originellsten verkörpert.
Termin vormerken: Der 32. Steinheimer Fastnachtszug startet am Sonntag, den 15. Februar 2026, pünktlich um 12:11 Uhr.
Hinweis für Sammler: Wer seine Kollektion vervollständigen möchte, kann ältere Zugplaketten weiterhin direkt über Tomas Franz und Burkhard Huwe vom Förderkreis beziehen.



