"Damit wird anerkannt, dass der Betreuungsbedarf real ist und dringender Handlungsbedarf besteht, eine Einschätzung, die die CDU Steinheim seit Jahren vertritt. Der beschlossene Antrag sieht vor, im Haushalt 2026 die notwendigen Mittel für zusätzliche Betreuungsräume bereitzustellen und konkrete Maßnahmen zu prüfen. Für die Theodor-Heuss-Schule soll untersucht werden, ob der Fraktionssitzungsraum in der Verwaltungsstelle Steinheim nach kleineren Anpassungen als Betreuungsraum genutzt werden kann. Für die Geschwister-Scholl-Schule soll der Erwerb und die Sanierung des ehemaligen Schlecker-Gebäudes in unmittelbarer Schulnähe geprüft werden", heißt es in einer Pressemitteilung.
„Wir nehmen positiv zur Kenntnis, dass die SPD hier zugestimmt hat“, erklärt Bettina Sommer, Vorsitzende der CDU-Ortsbeiratsfraktion Steinheim. „Bemerkenswert ist dabei, dass noch im August ein CDU-Antrag abgelehnt wurde, der nicht einmal zusätzliche Räume gefordert hat, sondern lediglich Transparenz schaffen sollte: Wir wollten Zahlen zu Schülerentwicklung, Betreuungsplätzen und eine Prognose, um den tatsächlichen Raumbedarf überhaupt seriös einschätzen zu können.“
Dieser Antrag sei damals insbesondere von der SPD mit Verweis auf den Schulentwicklungsplan abgelehnt worden: "Auch Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri stellte die Situation so dar, als sei der Bedarf gedeckt und zusätzlicher Handlungsbedarf nicht gegeben."
Sören Winter, Vorsitzender der CDU Steinheim und Mitglied des Ortsbeirates, sieht sich durch die jüngste Entwicklung bestätigt: „Heute wissen wir, dass selbst diese vorsichtige Nachfrage berechtigt war. Die Elternpetition der Geschwister-Scholl-Schule zeigt deutlich, dass weiterhin Betreuungsräume fehlen und zwar trotz bereits erfolgter Kapazitätserweiterungen. Es ist gut, dass diese Realität nun auch der SPD anerkannt wird. Wir hoffen, dass auch der zuständige Dezernent Dr. Bieri jetzt zu dieser Einsicht gelangt.“
Gerade mit Blick auf den ab August 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sei das Umdenken überfällig gewesen. „Wertvolle Zeit ist verloren gegangen“, so Sommer weiter. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass aus der Zustimmung zum Antrag auch konkrete und zügige Schritte folgen. Uns geht es darum, dass sich die Kinder in der Betreuung wohl fühlen und genug Platz haben. Allein ein Verweis auf die gesunkene Zahl der Kinder auf der Warteliste geht aus unserer Sich zu kurz.“
Die CDU Steinheim sieht sich durch die Elternpetition und den nun gefassten Beschluss klar bestätigt. „Unser Ziel war von Anfang an, auf einer belastbaren Faktenbasis Lösungen für die Familien in Steinheim zu entwickeln“, betont Winter. „Dass nun auch diejenigen diesen Weg mitgehen, die den Bedarf bestritten haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend ist jetzt die Umsetzung.“


