"Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität am Mainufer sowie ein vollständiger barrierefreier Zugang zur S-Bahnstation Steinheim. Beide Beschlüsse unterstreichen den Anspruch des Stadtteils, langjährige Probleme endlich konkret anzugehen – und erwarten nun eine konsequente Umsetzung durch den Magistrat", heißt es in einer Pressemitteilung.
Endlich Bewegung bei der Umfahrung der „Roten Mauer“
Einstimmig beschloss der Ortsbeirat einen Haushaltsantrag zur Umfahrung der sogenannten „Roten Mauer“ am Mainufer. Vorgesehen ist die Prüfung einer Stelzenlösung, die im Uferbereich befestigt wird. Hierfür sollen 10.000 Euro im Haushalt eingestellt werden. Die Mittel können auch für einen Ideen- oder Planungswettbewerb genutzt werden, etwa unter Einbeziehung von Hochschulen oder Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule.
Ziel des Antrags ist es, ein seit 1971 bekanntes und ungelöstes Problem endlich zu beheben. Zwar wurde in den vergangenen zwei Jahren der Geh- und Radweg D5 (Mainradweg) auf Antrag der Grünen Steinheim und auf Grundlage einstimmiger Beschlüsse des Ortsbeirats grundsaniert und verbreitert. Diese Maßnahme hat das Mainufer deutlich aufgewertet und zu einer erheblich stärkeren Nutzung durch Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende geführt. Ein zentraler Engpass jedoch blieb bestehen: die gefährliche und unattraktive Umfahrung der „Roten Mauer“.
„Seit mehr als 25 Jahren beantragt der Ortsbeirat Steinheim einstimmig eine Lösung für diesen Abschnitt – bislang ohne Erfolg“, erklärt Wilhelm Guth, Mitglied des Ortsbeirats für Bündnis 90/Die Grünen. „Es ist höchste Zeit, dass Beschlüsse aus den Stadtteilen nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch umgesetzt werden. Der Erfolg des sanierten Mainradwegs zeigt: Wenn die Stadt auf die Ortsbeiräte hört, profitieren alle – die Bürgerinnen und Bürger, der Tourismus und die Lebensqualität vor Ort.“
Auch Robert Erkan, Steinheimer und Mitglied der Grünen Fraktion im Hanauer Rathaus, betont die Signalwirkung des Antrags: „Die Stadtteile wissen sehr genau, was sie brauchen. Dieser Beschluss ist ein klares Zeichen an den Magistrat, den Ortsbeirat endlich ernst zu nehmen.“
Guth und Erkan ergänzen: „Wenn es nach drei Jahren interner Planungen und Abstimmungen noch immer kein abgestimmtes Konzept gibt, ist es nur folgerichtig, externen Sachverstand und innovative Ideen im Rahmen eines Wettbewerbs einzubeziehen.“
Barrierefreiheit an der S-Bahnstation Steinheim konsequent umsetzen
Ebenfalls einstimmig beschloss der Ortsbeirat einen Antrag der Grünen Steinheim, wonach in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Hanau Mittel für einen vollständigen barrierefreien Zugang zur S-Bahnstation Steinheim von der Friedrich-Naumann-Straße aus eingestellt werden sollen.
Im Zuge des umfassenden Umbaus der Station sollen die bestehenden Niveauunterschiede im Durchgang sowie das derzeit zu starke Gefälle der Rampe vollständig barrierefrei gestaltet werden. Ziel ist ein durchgängiger, sicherer Zugang von der Bushaltestelle in der Ludwigstraße bis zu den S-Bahngleisen.
„Ein vollständiger barrierefreier Zugang bedeutet für mobilitätseingeschränkte Menschen einen enormen Gewinn an Selbstständigkeit und Lebensqualität“, betont Guth. „Guth setzt sich gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und ‚Menschen in Hanau‘ seit vielen Jahren für eine Lösung ein. Umso wichtiger ist es nun, dass Barrierefreiheit jetzt von Anfang an richtig umgesetzt wird“, so Erkan.


