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Heizungsstörung im Hanauer Pioneer-Park: Über 250 Haushalte frieren

Heizungsstörung im Hanauer Pioneer-Park: Über 250 Haushalte frieren
Foto: Stadt Hanau / Moritz Göbel

Am Montagmorgen (12. Januar) hat Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) die Schule im Pioneer-Park sowie die Kindertagesstätte Pioneer besucht, um sich persönlich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen. Hintergrund sind wiederholte Störungen in der Wärmeversorgung in den vergangenen Tagen. Vor Ort überzeugte sich der Bürgermeister davon, dass die Heiztemperaturen wieder im vorgesehenen Bereich liegen und der Betrieb aktuell stabil läuft.

In den vergangenen Tagen ist es im Pioneer-Park wiederholt zu Druckabfällen im Netz gekommen, wodurch das Temperaturniveau zeitweise deutlich absank. Betroffen waren zahlreiche Haushalte sowie auch die Kindertagesstätte Pioneer. "Mir ist wichtig, dass die Versorgung im Pioneer-Park dauerhaft verlässlich funktioniert – besonders dort, wo Kinder betreut und unterrichtet werden. Deshalb haben wir die Stadtwerke beauftragt, die vertragliche Lage zu prüfen und die Übernahme von Betriebsführung und Störungsannahme vorzubereiten. So schaffen wir klare Zuständigkeiten und schnellere Reaktionswege", so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri.

Nach Angaben der Stadt kam es zuletzt insbesondere in der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 2026 zu einem Druckabfall im gesamten Netz, wodurch die Temperaturen über Nacht stark absanken. Zuvor waren bereits am 1. Januar sowie am 6. Januar Störungen registriert worden. Betroffen war der gesamte Pioneer-Park mit rund 257 Hausanschlüssen; auch die Kita Pioneer mit 150 Betreuungsplätzen war zeitweise beeinträchtigt. Das Heizkraftwerk wird durch die PionierWerk Hanau GmbH betrieben, ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Hanau und des Energiekonzerns Getec; aktuell ist Getec als Hauptanteilseignerin mit der Betriebsführung betraut.

Stadt und Stadtwerke bereiten nächste Schritte vor

"Vor dem Hintergrund der unbefriedigenden Situation vor Ort und der Tatsache, dass die Stadtwerke Hanau derzeit keinen Zugriff auf die Anlage haben, setzt sich die Stadt Hanau dafür ein, dass die Stadtwerke die Betriebsführung sowie die Störungsannahme übernehmen. In der jüngsten Magistratssitzung wurde den Stadtwerken daher der Auftrag erteilt, die vertragliche Ausgangslage zu prüfen und die Übernahme der Betriebsführung vorzubereiten. Ziel ist eine verlässlichere Störungsbearbeitung und transparente Zuständigkeiten – damit auch die Kunden des PionierWerkes vom bewährten Kundenservice der Stadtwerke profitieren", heißt es abschließend aus dem Rathaus.

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Foto: Stadt Hanau / Moritz Göbel

Kommentare

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Heizer John
4 monate vor
PPS

Bei dem von mir vermuteten Energiepreis kann man nahezu äquivalent mit Strom direkt, sei es Heizstab oder Infrarotheizung, wärmen umd Heisswasser je nach EIGENbedarf erzeigen. Und muss nicht eine Ringleitung zahlen und wärmen um das Erdreich zu erwärmen, nur weil Heinz im Sommer nachts ne heisse Dusxhe braucht.

Keep it simple
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1
Old white man
4 monate vor
Blockheizkraftwerk. Faktisch oft ein Erdgas betriebener Kolbenmotor mit Abwärme und Stromgenerator. Ein simpler Gasbrenner macht nur Wärme, aber ist halt nicht Öko. Für jemand, der permant WW braucht ganz nett. Schwimbad, Wellness, Krankenhaus. Im Sommer braucht man keine Wärme. Wohin damit? Speicher?

Also ohne regelmässige Wartung auch so schon ein Geldgrab. 10 % Wartungskosten sind möglich. ¹1Was mich wundert ist der Druckabfall. Leitungsbruch, keine Redundanz?
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Heizer John
4 monate vor
zitiere Old white man:
Blockheizkraftwerk. Faktisch oft ein Erdgas betriebener Kolbenmotor mit Abwärme und Stromgenerator. Ein simpler Gasbrenner macht nur Wärme, aber ist halt nicht Öko. Für jemand, der permant WW braucht ganz nett. Schwimbad, Wellness, Krankenhaus. Im Sommer braucht man keine Wärme. Wohin damit? Speicher?

Also ohne regelmässige Wartung auch so schon ein Geldgrab. 10 % Wartungskosten sind möglich. ¹1Was mich wundert ist der Druckabfall. Leitungsbruch, keine Redundanz?


Nicht das erste Fernwärmekonzept, welches nicht nur Spitz auf Knopf gerechnet wurde, und jetzt dank gewollter Energiepreiserhöhung zu Sparzwängen des Betreibers führt. Dass ausgerechnet an kalten Tagen der Vorlaufdruck absackt, könnte auch schlicht an erhöhtem Wärmebedarf der Verbraucher liegen. Z
Anlage falsch dimensioniert?.

Guter Journalismus fragt das ab und schreibt nicht nur Pressemitteilungen ab. Was kostet denn die kWh im Pioneerpark? Alles unter 25 cent ist unwirtschaftlich. Siehe Stadtwerke oder das gescheiterte Wunderwerk in Krotzenburg.

PS. Ein GUD könnte dank ausgereifterer Technik günstiger produzieren. Und verbraucht kaum mehr Erdgas
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