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Hasselroth: Trauer um Alt-Bürgermeister Traxel

Hasselroth: Trauer um Alt-Bürgermeister Traxel

„Ich würde das sofort noch einmal machen“, sagte Klaus Traxel, als er Ende März 2007 sein Büro im Hasselrother Rathaus räumte und sich in den Ruhestand verabschiedete. 18 Jahre lang war der SPD-Politiker Bürgermeister in Hasselroth und bereute keinen einzigen Tag: „Dieser Job hat meinem Naturell entsprochen.“ Am Freitag ist Klaus Traxel nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

klaustraxelklaustraxel1Bürgermeister zu werden, das sei immer sein heimlicher Traum gewesen, verriet er einst. „Aber ich habe mir das früher nicht zugetraut“, schlug er nach der Realschule zunächst die Verwaltungslaufbahn bei der Stadt Hanau ein und wurde 1981 zum Amtsrat ernannt. Aufgewachsen ist er im Erlenseer Stadtteil Langendiebach, später zog es ihn nach Hanau-Steinheim, wo er Ortsvereinsvorsitzender der SPD wurde und schließlich auch ins Hanauer Stadtparlament einzog.

Als in Hasselroth die Amtszeit des ebenso unvergessenen Bodo Käppel zu Ende ging, boten ihm die Sozialdemokraten den Bürgermeisterposten an. Zunächst waren die Hasselrother Genossen noch uneins, doch bis zur Nominierung im Dezember 1988 hatte er sie überzeugt. Am 12. Januar 1989 wurde Klaus Traxel von der Gemeindevertretung, damals noch in keiner Direktwahl, zum Bürgermeister gewählt. Der 42-Jährige gab seinen Job als Büroleiter im Staatlichen Schulamt auf und wurde neuer Bürgermeister in Hasselroth.

Einer seiner ersten Amtshandlungen: Eine Fahrt mit dem damaligen Freigerichter Bürgermeister Manfred W. Franz nach Wiesbaden. Thema war die Umgehungsstraße, auch heute noch brandaktuell. Mit Franz pflegte er auch nach seinem Ruhestand ein freundschaftliches Verhältnis, nicht nur im Kreistag, dem Traxel bis 2012 angehörte, gab es des Öfteren ein Wiedersehen. Den Bau des Kindergartens in Niedermittlau, die Umgestaltung des Neuenhaßlauer Busbahnhofes sowie die Dorferneuerung und das Gewerbegebiet Neuenhaßlau bezeichnete Traxel kurz vor seiner Pensionierung als die zentralen Themen seiner Amtszeit.

Einer seiner Wegbegleiter war Helmut Müller, Vorsitzender der Hasselrother Gemeindevertretung: „Ich hatte mit Klaus Traxel in seiner gesamten Amtszeit in verschiedenen Positionen zu tun, ob als Gemeindevertreter, Ortsvorsteher von Neuenhaßlau oder zum Schluss als Vorsitzender der Gemeindevertretung. Nach seinem Ausscheiden aus dem Hauptausschuss des Hessischen Städte- und Gemeindebundes 2007 war ich sein Nachfolger in diesem Gremium. Er war ein ausgewiesener Verwaltungsexperte und guter Bürgermeister von Hasselroth. Ich erinnere mich noch oft und gerne an Gespräche mit ihm. Besonders schätzte ich seinen Fach- und Sachverstand sowie seine Kompetenz. Unser Verhältnis war durch gegenseitigen Respekt und Vertrauen geprägt. Er hatte ein ‚offenes‘ Bürgermeisterbüro, das mir jederzeit zur Verfügung stand. Unsere gemeinsamen Auftritte bei Geburtstagen, Jubiläen, Festveranstaltungen und Sitzungen werden mir immer in guter Erinnerung bleiben und es gäbe etliche Anekdoten darüber zu erzählen. Er war gerne Bürgermeister und so war auch seine Einstellung zu den Menschen von Hasselroth positiv.“

Als einen „überzeugten Sozialdemokraten“ behält auch die Hasselrother SPD-Vorsitzende Uta Böckel den Alt-Bürgermeister in Erinnerung: „Er war Realist und hatte trotzdem Visionen, die er auch umzusetzen wusste. Mit seiner großen Erfahrung konnte er überzeugen und war, wie er sich selbst bezeichnete, in 18 Jahren Bürgermeisteramt erster Sachbearbeiter in seiner Verwaltung. Klaus Traxel kam aus der Gewerkschaftsbewegung und so führte er auch die Vorgesetztenfunktion im Rathaus aus. Er war ein guter Chef. Nach seiner aktiven Zeit als Bürgermeister hat er als stellvertretender Vorsitzender der Kreistagsfraktion seine Erfahrung aus 18 Jahren Bürgermeistertätigkeit eingebracht. Wir verlieren einen Freund und klugen Ratgeber. Er wird uns sehr fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Anita und seiner Familie. Wir haben große Hochachtung, dass sie es Klaus ermöglichten, seine letzten Wochen zuhause in seiner gewohnten Umgebung zu verbringen.“

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