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„Seht an, was ihr hier verbockt habt“

„Seht an, was ihr hier verbockt habt“

Die Unterlagen für die Planung einer Ortsumgehungsstraße für Hasselroth füllen im Rathaus in Neuenhaßlau bereits mehrere Aktenordner, jetzt sind weiter Schriftstücke hinzugekommen.

Hanau News

Ortsschild HasselrothDas Lärmgutachten für Gondsroth liegt vor, zudem hat das Hessische Verkehrsministerium noch einmal mitgeteilt, dass alle bisherigen Pläne Makulatur sind und die „Planungen einer ‚neuen‘ Ortsumgehung Hasselroth vom Land Hessen auch zukünftig nicht weiterverfolgt werden“, so Staatssekretär Mathias Samson (Grüne). Damit ist klar: Das Ziel „Verkehrsentlastung“ muss komplett neu diskutiert werden und es muss neben der Forderung einer Ortsumgehung, was alle Parteien weiterhin unterstützen, nach neuen, zusätzlichen Entlastungsmöglichkeiten gesucht werden.

„Ein ‚grünes Ministerium‘, dass doch von seiner Ideologie her mehr den Menschen und deren Unversehrtheit verpflichtet sein sollte, enttäuscht einmal mehr“, kommentierte Bürgermeister Uwe Scharf (parteilos) vom Krankenstand aus das neuerliche Schreiben aus Wiesbaden. Als „blanker Hohn“ bezeichnete seine Stellvertreterin Uta Böckel (SPD) das Angebot für die Anwohner der Durchgangsstraße, Zuschüsse als freiwillige Leistungen für bauliche Veränderungen an ihren Gebäuden zu erhalten. Auch die Ankündigung aus Wiesbaden, ein Lkw-Nachtfahrverbot, den Einbau eines lärmarmen Fahrbahnbelages sowie die Reparatur der schadhaften Straßendecke in Gondsroth im Rahmen der Aufstellung eines neuen Lärmaktionsplanes für Hessen zu prüfen, kann die Gemüter nicht beruhigen.

Die Forderungen der Interessengemeinschaft Umgehungsstraße sind unmissverständlich: eine dauerhafte Verkehrsüberwachung mit mobilen und/oder festen Radargeräten, ein generelles Lkw-Durchfahrverbot und eine bessere Absprache mit der Nachbargemeinde. „Seht an, was ihr hier verbockt habt“, will Klaus Breideband (CDU) die Kollegen in Freigericht beim nächsten „Runden Tisch“ jedenfalls mit dem Lärmgutachten konfrontieren, außerdem kündigt er an, den Bau einer stationären Blitzanlage in Gondsroth erneut zu beantragen. „Im Endeffekt gibt es nur eine Lösung: Die Straße muss woanders sein“, plädiert Christian Benzing, Vorsitzender der SPD/FDP-Fraktion, mehr für kleinere und gut überlegte Schritte.

Im Ministerium in Wiesbaden scheinen die Unterlagen aus Hasselroth unterdessen immer weiter im Archiv zu versinken. Wie Staatssekretär Samson erklärte, seien aufgrund der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer in der Ortsdurchfahrt von Gondsroth die möglichen straßenverkehrsrechtlichen Anordnungen bereits weitgehend ausgeschöpft. Und ein neue Straße würde die Probleme auch nicht lösen. Samson: „Das Bauvorhaben einer Ortsumfahrung für die Ortslage Hasselroth stellt keinen geeigneten zweckmäßigen Lösungsansatz für die Verkehrssituation in Hasselroth dar.“

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