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Hasselroth: Kritik an Seniorenheim wegen hilflosem Bewohner

Hasselroth: Kritik an Seniorenheim wegen hilflosem Bewohner

Einen offenbar völlig erschöpften Senior haben Anwohner am Samstag (2. Mai) im Bornwiesenweg in Neuenhaßlau angetroffen. Der Mann war mit einem Rollator unterwegs und anscheinend auch orientierungslos. Wie sich schnell herausstellte, wohnte der Senior im unweit entfernten Seniorenwohnheim. Hilfe von dort forderten die Anwohner laut eigenen Angaben vergeblich an.

Die Situation erschien für die Anwohner bedrohlich, da der Mann sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Auch Passanten eilten zu Hilfe, schließlich wurde telefonisch das nur wenige Meter entfernte Seniorenheim kontaktiert. Von dort, so die Anwohner, gab es aber nicht die erhoffte Unterstützung. Beim ersten Anruf sei ihnen mitgeteilt worden, dass das Pflegepersonal die Einrichtung nicht verlassen dürfe und ein Angehöriger informiert worden sei, beim zweiten Anruf sei man aufgefordert worden, die Polizei zu informieren. Dort ging schließlich auch ein Anruf ein: Das Pflegepersonal habe telefonisch mitgeteilt, dass ein Bewohner abgängig sei und im Seniorenheim inzwischen Hinweise eingegangen seien, wo sich dieser aufhalte – so die Bestätigung aus dem Polizeipräsidium Südosthessen. Eine Polizeistreife rückte schließlich an und brachte den Mann zurück in seine Unterkunft.

Für die Anwohner ein unbefriedigender Ablauf, schließlich seien es vom Bornwiesenweg nur wenige Meter bis zum Seniorenheim und schon des Öfteren habe Pflegepersonal Bewohner mit einem Rollstuhl abgeholt, die den Rückweg nicht mehr alleine geschafft hätten.

Die Pressestelle der Alloheim-Gruppe, zu der das Seniorenheim gehört, schildert die Situation anders: „Nachdem an besagtem Tag festgestellt worden war, dass sich der Bewohner außerhalb der Einrichtung befand, wurden umgehend die Angehörigen informiert sowie eigene Suchmaßnahmen eingeleitet. Da der Bewohner im unmittelbaren Umfeld der Einrichtung nicht aufgefunden werden konnte und die Pflegenden während der Schicht Verantwortung für die Betreuung mehrerer Bewohner tragen und deshalb nicht für einen längeren Zeitraum das Haus verlassen können, wurde frühzeitig die Polizei hinzugezogen.“

Kurz danach sei dann der telefonische Hinweis von Passanten auf den Aufenthaltsort des Bewohners erfolgt: „Die entsprechenden Informationen wurden unmittelbar an die bereits eingebundenen Einsatzkräfte weitergegeben, sodass der Bewohner zeitnah zurückgebracht werden konnte. Die Darstellung, Mitarbeitende unseres Hauses hätten Passanten aufgefordert, selbst die Polizei zu verständigen, trifft unserer Kenntnis nach nicht zu. Vor diesem Hintergrund widerspricht die Behauptung, aus unserer Einrichtung sei keine Unterstützung geleistet worden, aus unserer Sicht nicht den tatsächlichen Geschehnissen.“

Kommentare

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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
6 tage vor
Der Bundesregierung liebster Bürger. Arbeiten, arbeiten, steuern zahlen, Sterben.
Traurig wie es um die Pflege der früheren Steuerzahler bestellt ist.

Aber viel wichtiger, dass in Uganda PV Anlagen auf den Bambushütten Installier sind.
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Anwohner
6 tage vor
zitiere Old white man:
Wenn Sie die Ortskenntnisse haben, warum haben Sie ihn nicht einfach zurückgebracht. Die" wenigen Meter"? Sorry.

Spätestens beim kommunikativen Problem mit dem Pflegeheim hätte ich einen RTW via 112 bestellt, aber die Polizei aus GN, über Festnetznummer?. Die Nummer vom Heim kennen Sie auch auswendig?

Als Teilnehmer eines simplen EH -Kurs mal ein Tip beim nächsten Ausgerückten. Patient hinlegen (wenn er mitspielt), möglichst im Schatten, Schocklage, d.h Beine hoch. Flüssigkeit. Oder den Apoheker, die Feuerwache dort verständigen. Oder einfach 112, da werden Sie prompt bedient. Ehrlich und aus Erfahrung. Wird in meiner Firma übrigens jährlich geschult

Aber Sie haben sicher Recht, echte Ortskenntnisse hat nur Google Maps



Jetzt weiß man wenigstens, was man von ihren ganzen Kommentaren zu halten hat. Keine Ahnung vom Sachverhalt, aber Hauptsache irgendwas rauslassen. Nächstes Mal wird der Mann auf die Schultern gepackt und die 100 Meter zurückgeschleppt. Besten Dank für den Hinweis!
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Old white man
5 tage vor
Offensichtlich sind Sie einfach nur rechthaberisch und erkennen leider nicht den zynischen Teil meines Beitrages um ihn vom beratenden Teil zu trennen und polemisieren lieber weiter. Wer redet von "über die Schulter werfen, Sie!" Hatten Sie kein Fahrzeug?

Ehrlich gesagt glaube ich der professionellen Gegendarstellung des WH eher, als dem recht schlampig geschriebenen Augenzeugenbericht der "Anwohner". Ihr Telefon weiss z.B., wann Sie wen angerufen haben bis zur 10tel Sekunde genau, und?.

Aber ja, evtl. gibt es tatsächlich Verbesserungspotential für das WH, z.B eine geschulte Checkliste oder Verfahrensanweisung für solche Fälle. Thats it.

Und mal als "Lesender" dieses meist gut informierenden Portals. Ein Portal ist immer weit von recherchierendem Journalismus entfernt. Hier wurde einfach nur eine Behauptung und eine Gegendarstellung zusammengelötet. Das kann auch DPA sehr gut. Den ganzen Rest, wie ein Interview evtl. der wirklich Betrofffenen , eine Pressemitteilung der Polizei GN findet man nicht, sicher auch wegen DSGVo und Patientenschutz. In der GNZ steht garnix darüber.

Also Clickbait und unterhaltsamer Stammtisch fürs Muttertagwochenende.

Schöne Woche noch.
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D.A.
6 tage vor
Sollte es sich so zugetragen haben wie von den Protagonisten beschrieben müßten Konsequenzen folgen der Mann ist ein Schutzbefohlener ohne wenn und aber! Arbeitsüberlastung hin oder her!warum haben die Bediensteten nicht die 112 Angerufen? Ich bleibe dabei es wurde nicht richtig gehandelt vom Personal und damit versagt.Augen auf bei der Berufswahl denn es handelt sich hier immer noch um Menschen!
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Hans H.
6 tage vor
Weil die 112 nicht zuständig ist. Frage der Leitstelle: Welche Krankheitszeichen hat Ihr Heimbewohner? Antwort: Er ist weg. Wir müssen ihn noch finden.

Das macht für den Einsatz des Rettungswagens wenig Sinn. Für das Internetgericht gibt der Bericht zu wenig Anhaltspunkte. Der Abgleich der Uhrzeiten sollte recht einfach sein.
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D.A.
6 tage vor
Sie haben natürlich völlig Recht meine Aussage bezog sich auf den Satz nur wenige Meter vom Heim entfernt!eine Rückfrage bei den meldeten hätte vermutlich einen recht genauen Hinweis zum Aufenthaltsort des hilfsbedürftigen Menschen ergeben so meine Einschätzung unter der Voraussetzung die Angaben stimmen.
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Old white man
1 woche vor
Immer wieder rücken Betagte aus offenen Anstalten aus. Das ist auch nicht anders umzusetzen, sonst wäre es Freiheitsberaubung. Und ja, er darf also abhauen. Zum Suchen ist die Polizei ja verständigt worden, vom Heimpersonal offensichtlich

Der Rest lässt sich simpel durch Uhrenabgleich feststellen. Wer hat wann die Polizei verständigt, um ihn zunächst zu suchen. Denn ein Rettungswagen hilft erst bei bekannter Position. Der hätte ja vom Finderteam via 112 angerufen werden können. Die kommen oft schneller, als die Polizei.

Viel Geschrei, wenig Substanz
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Anwohner
1 woche vor
zitiere Old white man:
Immer wieder rücken Betagte aus offenen Anstalten aus. Das ist auch nicht anders umzusetzen, sonst wäre es Freiheitsberaubung. Und ja, er darf also abhauen. Zum Suchen ist die Polizei ja verständigt worden, vom Heimpersonal offensichtlich

Der Rest lässt sich simpel durch Uhrenabgleich feststellen. Wer hat wann die Polizei verständigt, um ihn zunächst zu suchen. Denn ein Rettungswagen hilft erst bei bekannter Position. Der hätte ja vom Finderteam via 112 angerufen werden können. Die kommen oft schneller, als die Polizei.

Viel Geschrei, wenig Substanz


Viel Kommentar und vor allem viel wenig Ortskenntnisse.
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Old white man
6 tage vor
Wenn Sie die Ortskenntnisse haben, warum haben Sie ihn nicht einfach zurückgebracht. Die" wenigen Meter"? Sorry.

Spätestens beim kommunikativen Problem mit dem Pflegeheim hätte ich einen RTW via 112 bestellt, aber die Polizei aus GN, über Festnetznummer?. Die Nummer vom Heim kennen Sie auch auswendig?

Als Teilnehmer eines simplen EH -Kurs mal ein Tip beim nächsten Ausgerückten. Patient hinlegen (wenn er mitspielt), möglichst im Schatten, Schocklage, d.h Beine hoch. Flüssigkeit. Oder den Apoheker, die Feuerwache dort verständigen. Oder einfach 112, da werden Sie prompt bedient. Ehrlich und aus Erfahrung. Wird in meiner Firma übrigens jährlich geschult

Aber Sie haben sicher Recht, echte Ortskenntnisse hat nur Google Maps
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Hans H.
6 tage vor
Das Thema Demenz ist zu sensibel für Ihre grobschlächtigen Kommentare. Ihr simpler EH-Kurs hat für richtiges Verhalten nicht ausgereicht. Bei den geschilderten Vitalzeichen hätte die Leitstelle nur an die Polizei verwiesen.

Leider geht aus dem Bericht nicht hervor wieviele Mitarbeiter am Samstag Dienst haben.
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Old white man
6 tage vor
Internetgericht? Haha

Wir wissen weder, ob er dement, oder nur dehydratisiert und damit erschöpft war. Das Problem kennt jeder Pflegende oder Angehörige, . Die Pflegestufe kennen wir aber auch nicht. Betreutes Wohnen im EG mit Gartenzugang? Wer noch Rolllator fährt, ist nicht bettlägrig, davon gibt es immer mehr.....

Wie gesagt: Erste Hilfe leisten, 112 anrufen, alle Fragen beantworten, nicht auflegen. Dabei bleiben. Es sei denn, er ist ein Buckelwahl.........Dann Medien sofort informieren,

Schönen Muttertag noch, auch ans Pflegepersonal. Danke.
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