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Jossgrund: Neues Solarprojekt auf 6,4 Hektar großem Wiesengrundstück

Jossgrund: Neues Solarprojekt auf 6,4 Hektar großem Wiesengrundstück

Vertreter der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG haben sich kürzlich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Jossgrund, Victor Röder (SPD), zu einem laut eigenen Angaben "konstruktiven Austausch über ein geplantes Solarprojekt getroffen". Anlass des Gesprächs war die in Vorbereitung befindliche Freiflächen-Photovoltaikanlage auf einem circa 6,4 Hektar großen Wiesengrundstück im Norden von Oberndorf in der Nähe des Zöllersbergs. Für die Genossenschaft nahmen unter anderem Josef Keller, projektverantwortliches Vorstandsmitglied, sowie der Grundstücksverpächter Klaus Hohmann teil.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung des aktuellen Stands der Vorplanungen. "Auf der vorgesehenen Fläche könnte eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von etwa 7,5 Megawattpeak (MWp) entstehen. Ergänzend wird die Integration eines Stromspeichers mit einer Kapazität von circa 10 Megawattstunden (MWh) geprüft, um die erzeugte Energie effizienter nutzen und Netzschwankungen ausgleichen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf den anstehenden Planungsschritten. Themen wie die Umweltkartierung, die Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen für das Bebauungsplanverfahren sowie die Netzverträglichkeitsanträge bei der Kreiswerke Main-Kinzig-Kreis GmbH wurden intensiv erörtert. Dabei wurde deutlich, dass eine sorgfältige Abstimmung mit allen beteiligten Stellen und die Berücksichtigung ökologischer Belange zentrale Bestandteile der Projektentwicklung sind", berichtet die Energiegenossenschaft.

Einigkeit habe bei allen Gesprächsteilnehmern darüber bestanden, dass der geplante Bau der Freiflächenanlage durch eine Bürgerenergiegenossenschaft große Chancen für die Region biete: "Insbesondere die Möglichkeit zur direkten finanziellen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurde als wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung in Bürgerhand hervorgehoben. Dieses Gespräch kann ein gelungener Auftakt für die weitere Zusammenarbeit sein“, betonte Josef Keller. „Sehr gerne stehen wir bereit, das Projekt auch den politischen Gremien der Gemeinde Jossgrund im Detail vorzustellen und gemeinsam die nächsten Schritte zu gestalten. Die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein für die regionale Energiewende und setzt weiterhin auf einen offenen Dialog mit Kommune, Politik und Bürgerschaft."

 

Kommentare

11
Karl Moor
4 wochen vor
Wie immer viele schöne Worte.

Folgen Sie den Geldflüssen - Follow the money. Wer profitiert und wer bezahlt unter staatlichem Zwang (z.B. CO2 Steuer, Strompreise...).
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12
Wolfram
4 wochen vor
zitiere Karl Moor:
Wie immer viele schöne Worte.

Folgen Sie den Geldflüssen - Follow the money. Wer profitiert und wer bezahlt unter staatlichem Zwang (z.B. CO2 Steuer, Strompreise...).


Was für ein dummer Kommentar.
Investitionen erfolgen meistens in der Absicht, einen Gewinn zu erzielen. Das gilt sogar, wenn umweltschädliche Kraftwerke gebaut werden.
Die CO2-Abgabe ist ein europaweit verabredetes Mittel, um den CO2 Ausstoß zu senken und der menschlichen Zivilisation eine Zukunftsperspektive auf der Erde zu eröffnen. Lesen Sie das gelegentlich einfach nach.
Die Strompreise sind halt Preise, die man zahlen muss, wenn man Strom nutzt.
Aldi zwingt mich auch, meine Croissants zu bezahlen.
(Mein Hund nickt zustimmend)
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11
Karl Moor
3 wochen vor
Na ja. Es kommt immer darauf an auf welcher Seite der Futtertröge man steht. Ich bin auf der Seite der mit Abgaben und Steuern zwangsgemolkenen Bürger, welche die Futtertröge für die gefräßigen und nimmersatten zwangsweise zu füllen hat. Wäre ich der Grundstückseigentümer oder ein sonstiger Profiteur würde ich natürlich auch so reagieren, wie sie.

Fakt ist leider auch, dass bei Investoren in alternative Energien der gesamtwirtschaftliche Sachverstand, sofern vorhanden, meist völlig in die Binsen geht. Ich vermute, dass ist auch bei Ihrem Hund der Fall.
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8
Wolfram
3 wochen vor
Nein Herr Moor,
es kommt darauf an, ob man auf der Seite der kommenden Generationen steht und unseren Kindern eine lebenswerte und lebensfreundliche Umwelt hinterlassen möchte oder "die Kuh melken möchte, solange sie noch Milch gibt".
Grundlage für jeden wirtschaftlichen Erfolg ist ein bewohnbarer Planet.
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7
Naturschützer
3 wochen vor
@Wolfram

Ihren Kommentar finde ich mit Blick auf das Bild witzig. Sie wollen Stahlspargel und überdachte Wiesen als lebenswerte und lebensfreundliche Umwelt hinterlassen.

Wir zerstören die Natur, um die Natur zu retten. Klingt logisch. Wenn dann noch der gewonnene Strom zur Freude der heimischen Tierwelt für die Vermehrung der Lichtverschmutzung eingesetzt wird, wird der Satz noch logischer.
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8
Wolfram
3 wochen vor
Gemessen am Flächenbedarf ist das ein vertretbares Opfer zur Dekarbonisierung unserer Energieversorgung.
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6
Natur
3 wochen vor
Die Bauernverbände sehen den Flächenbedarf der Photovoltaik inzwischen kritisch.
Fanatiker beeindruckt das natürlich nicht. Ihre Kinder werden keine natürliche Landschaft kennenlernen.
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