Die Christdemokraten sehen die interkommunale Zusammenarbeit zwar grundsätzlich positiv, halten es aber für verfrüht, jetzt in ein System einzutreten, das sich in der Praxis noch bewähren muss.
Die DKZ AöR soll den Kommunen im Main-Kinzig-Kreis unter anderem in Bereichen wie Vergabe, Datenschutz und Digitalisierung Unterstützung bieten. Für die CDU ist es aber entscheidend, dass sich die Abläufe und Strukturen dieser neu gegründeten Organisation zunächst festigen. „Es muss sichergestellt sein, dass die Aufgaben effizient und verlässlich umgesetzt werden können. Dafür müssen Strukturen geschaffen, Personal aufgebaut und viele Weichen gestellt werden. Das dauert“, erklärt CDU-Mitglied im HFA, Johannes Volz.
Ein zentrales Bedenken waren ebenfalls die hohen Kosten, die für die Dienstleistungen der DKZ angesetzt wurden. Für die 169 Arbeitsstunden, die von der Stadt in Anspruch genommen werden, werden 106.000 Euro veranschlagt. Das wiederrum bedeutet Kosten in Höhe von ca. 600 Euro pro Arbeitsstunde. Das seien sehr hohe Kosten, welche aus Sicht der CDU auch nach Vorstellung im Ausschuss, nicht nachvollziehbar erscheinen.
Die Christdemokraten wollen sich mit ihrer Entscheidung nicht gegen die interkommunale Zusammenarbeit, sondern appellieren an einen Beitritt in einigen Jahren zu einer bestehenden gefestigten Institution, die sich bewährt hat. Das, so CDU-Fraktions- und Parteichef Gibbe, wäre die bessere Option gewesen. „Es ist wichtig, dass Langenselbold von so einer Kooperation auch wirklich profitiert. Bevor wir uns für fünf Jahre binden, hätten wir sicherstellen wollen, dass das DKZ gut aufgestellt ist und funktioniert“, so Gibbe abschließend.





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