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Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus

Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus

Ein klares Zeichen setzen gegen Antisemitismus und jegliche Form der Ausgrenzung von Menschen jüdischen Glaubens.

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Dies ist das Ziel der Initiative „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“ des American Jewish Committee (AJC) Berlin. Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher gehört bereits seit 2016 zu den Unterzeichner*innen. Die Erklärung wurde am Montag, 28. Juni, neu aufgelegt. Bisher haben sich über 70 weitere Bürgermeister*innen aus ganz Deutschland angeschlossen.

Um kommunale Führungspersönlichkeiten im Engagement gegen Antisemitismus zu vereinen und zu stärken, wurde die Initiative „Mayors United Against Antisemitism" durch das AJC im Juli 2015 zunächst in den USA, dann auch als europäische Kampagne ins Leben gerufen. „Auch und vor allem im Hinblick auf unsere deutsche Geschichte ist es mir ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit anderen Bürgermeister*innen ein überzeugtes Signal gegen Antisemitismus zu senden und ihm in all seinen Ausprägungen entgegenzuwirken“, erklärt Monika Böttcher.

In Maintal leben Menschen aus 120 Nationen in einem friedlichen, bereichernden Miteinander – unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Staatsangehörigkeit. „Bei uns ist kein Platz für Ausgrenzung, Intoleranz, Hass oder Gewalt. Dass täglich antisemitische Vorfälle in Wort und Tat in deutschen Städten dokumentiert werden, erschüttert mich und macht mich traurig. Wir dürfen diese Besorgnis erregende Entwicklung, die sich in den zurückliegenden schweren Monaten der Corona-Krise noch verstärkt hat, nicht hinnehmen, sondern müssen zusammenstehen für Vielfalt, Respekt und Weltoffenheit.“

Die Bürgermeisterin würdigte in diesem Zusammenhang besonders das Engagement des Maintaler Vereins Brüder-Schönfeld-Forum für Menschlichkeit und Toleranz e.V. mit seinem Vorsitzenden Herbert Begemann. Dieser setzt sich mit vielfältigen Initiativen gegen das Vergessen ein. Ein Beitrag sind die Maintaler „Stolpersteine“. In allen vier Stadtteilen sind gegenwärtig 77 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verlegt, fast alle durch ihn selbst. Sie erinnern an verfolgte jüdische Familien, bevor diese aus ihren Heimatorten geflohen sind oder vertrieben wurden.

Das American Jewish Committee wurde 1906 in New York von amerikanischen Juden vorwiegend deutscher Herkunft gegründet mit dem Ziel, jüdische Sicherheit zu gewähren und Demokratie, Menschenrechte und Völkerverständigung weltweit zu fördern. Weitere Informationen zu der Organisation und zur Initiative „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“ gibt es unter https://ajcgermany.org/de.

Foto: Auch in Maintal erinnern „Stolpersteine“ an Menschen, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens von den Nationalsozialisten verfolgt und getötet wurden. Hier Bürgermeisterin Monika Böttcher am „Stolperstein“ für die Familie Katz in der Ritterstraße 11 in Hochstadt. Nur der Sohn Leopold überlebte versteckt in Holland. Die Eltern Salomon und Recha wurden deportiert und 1942 in Sobibor ermordet. Foto: Stadt Maintal

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