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Flagge zeigen für eine Welt ohne Atomwaffen

Flagge zeigen für eine Welt ohne Atomwaffen

"Weltfrieden ist ein gewaltiger Begriff. Dabei beginnt Weltfrieden im Kleinen vor Ort: Durch Werte, die Menschen vertreten, und Zeichen, die sie setzen."

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Deshalb ist Bürgermeisterin Monika Böttcher (Parteilos) 2017 dem Bündnis der Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) beigetreten. Die internationale Friedensorganisation setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein. Die Flagge des Bündnisses, die seit Donnerstag vor dem Rathaus weht, unterstreicht diese Forderung.

Gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser, Jana Freund und Christian Wolf (beide WAM) hisste Monika Böttcher die Flagge des Bündnisses Mayors for Peace. „Hiroshima und Nagasaki sind mahnende Beispiele in der Geschichte, wie Nuklearwaffen Menschen bedrohen, sie töten sowie weite Landstriche unbewohnbar machen. Deshalb müssen wir als Stadtoberhäupter die Forderung nach einer atomaren Abrüstung immer wieder mit Nachdruck bekräftigen“, so Maintals Bürgermeisterin. Die Flagge ist das sichtbare Symbol dieser Forderung und kann Anlass für Gespräche sein. Schließlich bedeutet der Einsatz für eine Welt ohne Nuklearwaffen auch das Engagement für eine friedlichere Welt.

Mit dem Inkrafttreten des 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrags am 22. Januar dieses Jahres ist ein erstes wichtiges Etappenziel erreicht. Atomwaffen sind ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten. „Trotzdem dürfen unsere Stimmen nicht leiser werden oder verstummen. Denn unter den Staaten, die den Vertrag bislang ratifiziert oder unterzeichnet haben, sind die Atommächte nicht vertreten. Auch Deutschland ist nicht dabei. Deshalb setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und im kommenden Jahr als ersten Schritt an der Vertragsstaatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag als Beobachter teilnimmt“, macht Böttcher auf die Bedeutung des Aktionstages aufmerksam.

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister*innen für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger*innen verantwortlich sind, versucht die Organisation durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Inzwischen gehören dem Netzwerk mehr als 8.000 Städte und Gemeinden an. In Deutschland sind über 700 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Maintal ist seit 2017 mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung dabei und beteiligt sich wie rund 400 Städte am Aktionstag, den auch Friedensinitiativen begleiten.

Foto: Bürgermeisterin Monika Böttcher (vorne rechts) hat gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (hinten links) und Kommunalpolitiker*innen am Rathaus der Stadt Maintal die Flagge des Bündnisses Mayors for Peace / Bürgermeister für den Frieden gehisst. Foto: Stadt Maintal

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