Sechs Männer versuchten im überfluteten Gelände auf einem provisorisch zusammengebauten Holzfloß weiterzukommen, als zwei der Männer, ein Landvermesser („Geometer“) aus Frankfurt und sein Gehilfe abrutschten und ins Wasser stürzten. Dem 28-jährigen Hochstädter Sußmann Sichel gelang es, so der Bericht, die beiden wieder auf das Floß zu ziehen. Allerdings stürzte er dabei selbst ins Wasser, während das Floß weiter abtrieb. Mühsam konnte er sich zu einem Apfelbaum in der Nähe retten und an diesem festhalten. Weiter heißt es dann: „Nachdem er sich neue Kräfte gesammelt hatte und ihm von den massenhaft am Ufer stehenden Personen keine Hilfe zuteil werden konnte, machte er mit Anstrengung seiner letzten Kräfte den gefährlichen Weg nach der Eisenbahnstation, bis an die Brust in dem tobenden Wasser, erreichte er das Land und Dank dem freundlichen Entgegenkommen des Stationsverwalters Hanstein, der ihn vollständig umkleidete und erwärmte, wird dem edlen Manne hoffentlich kein weiterer Nachteil, als der Verlust seiner Brieftasche mit Geld und seiner Kappe erwachsen.“
Der Zeitungsbericht, der jetzt vom Dörnigheimer Herbert Begemann, dem Vorsitzenden des Maintaler Vereins Brüder-Schönfeld-Forum e.V. „ausgegraben“ wurde, endet mit der höchst aktuell klingenden Feststellung: „Vorerwähnter Vorfall erregte allgemeine Angst und Theilnahme.“


