Nach Ansicht der Wählergemeinschaft werden die finanziellen Risiken und Folgekosten für die Stadt Maintal sowie für die Anwohner systematisch unterschätzt oder verschwiegen. Sicherheits- und Infrastrukturkosten sind keine theoretischen Risiken, sondern dauerhaft einzuplanende Haushaltsbelastungen, die bei Projekten dieser Größenordnung häufig unterschätzt werden.
"Ein Gaskraftwerk dieser Größenordnung erhöht das Gefahrenpotenzial erheblich. Maintal und der Landkreis müssen sich fragen, ob unser freiwillige Feuerwehr sowie der Katastrophenschutz personell, technisch und finanziell überhaupt auf ein solches Szenario ausgelegt ist. Diese zusätzlichen Aufgaben sind nicht kostenlos. Fahrzeuge, Atemschutz, Messtechnik und Fortbildungen müssen finanziert werden – am Ende aus dem städtischen Haushalt. Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte dürfen nicht stillschweigend zum Sicherheitsnetz für ein Großprojekt gemacht werden, das erhebliche Risiken mit sich bringt“ sagt Harald Kusch. "Während kurzfristige Gewerbesteuereinnahmen in Aussicht gestellt werden, drohen langfristig hohe Ausgaben für Infrastruktur, Verkehr, Umwelt- und Gesundheitsfolgen", heißt es weiter in einer Pressemitteilung.
Besonders kritisch sieht die zweite Vorsitzende Heike Löffert die Lage in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten, in denen Bürgerinnen und Bürger die termischen Belastungen und Emissionen direkt tragen, ohne angemessen beteiligt zu werden.
Der Vorsitzende Jan Sarigianidis warnt: „Am Ende zahlen nicht Investoren, sondern die Menschen in Maintal – mit ihrer Gesundheit, ihrem Wohnwert und ihren kommunalen Abgaben.“



