Wer kreativ ist, setzt sich an die Nähmaschine und näht sich eine maßgeschneiderte Atemmaske – oder lässt nähen. Auch in Maintal gibt es private Initiativen, die Mund-Nasen-Masken für die Allgemeinheit fertigen. Die Nachfrage ist derzeit hoch, denn ab Montag, 27. April, gilt hessenweit die Maskenpflicht.
Was zuletzt vereinzelt zu beobachten war, wird ab kommendem Montag eine Selbstverständlichkeit: das Tragen von Mund-Nasen-Masken in der Öffentlichkeit. Nachdem bislang eine Empfehlung galt, diese in der Öffentlichkeit zum Schutz der Mitmenschen zu tragen, macht die hessische Landesregierung dies nun – wie viele weitere Bundesländer – zur Pflicht. Damit gilt auch für Maintal, dass in Geschäften, Bank- oder Postfilialen, öffentlichen Einrichtungen sowie in Bussen und Bahnen eine Atemmaske getragen werden muss.
Die Bedeckung von Mund und Nase soll die Verbreitung von möglicherweise infektiösen Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen reduzieren und die Ausbreitung des Corona-Virus‘ weiter verlangsamen. Dazu bedarf es keiner zertifizierten Schutzmasken. Diese sollten weiterhin dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. Stattdessen sollen Einwegmasken oder selbst genähte Stoffmasken verwendet werden. Je dichter der Stoff gewebt ist, desto besser, denn desto weniger durchlässig ist er. Bei einigen Modellen lässt sich zusätzlich ein Vlies einsetzen. Wer keine Maske hat, kann auch einen Schal oder ein Halstuch über Mund und Nase ziehen.
Der Grundgedanke der Maskenpflicht ist der gegenseitige Schutz, insbesondere in Bereichen, in denen viele Menschen zusammenkommen, wie beim Einkaufen oder im Öffentlichen Personennahverkehr. Denn die Mund-Nasen-Bedeckungen schützen weniger den Träger als vielmehr das unmittelbare Umfeld. Indem ab Montag in Hessen eine einheitliche Maskenpflicht für alle gilt – ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Personen, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen oder Behinderung keine Bedeckung tragen können –, soll das Übertragungsrisiko gemindert werden. „Wenn jeder eine Maske trägt, ist das ein Beitrag zum Schutz für uns alle“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher und setzt in der Bewältigung der Corona-Pandemie weiterhin auf Disziplin und Durchhaltevermögen, was die Einhaltung der Kontaktsperre anbelangt, sowie auf Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme. „Halten Sie bitte dringend die Abstands- und Hygieneregeln ein. Die Maskenpflicht ist eine ergänzende Maßnahme. Passen Sie auf sich auf – und bleiben Sie gesund“, so Böttcher abschließend.
Foto: Bürgermeisterin Monika Böttcher geht mit gutem Beispiel voran und trägt eine selbstgenähte Maske des städtischen Mobilen Sozialen Hilfsdienstes (MSHD). Foto: Stadt Maintal



