Seit Anfang Oktober sind die Bagger auf dem Gelände im Einsatz, um das alte Bankgebäude abzureißen. Im Laufe des kommenden Jahres beginnen die Arbeiten für den Neubau, der 2027 bezugsfertig sein soll. Dann finden Maintaler*innen in der Wachenbucher Ortsmitte ein allgemeinmedizinisches Angebot, eine Physiotherapiepraxis, eine Tagespflege mit bis zu 20 Plätzen und fünf Wohneinheiten aus dem Segment des geförderten Wohnraums unter einem Dach. „Mit dem Wohn- und Ärztehaus entsteht ein Leuchtturmprojekt für Wachenbuchen. Neben bezahlbarem Wohnen werden sich unter einem Dach eine seit Jahren gewünschte Arztpraxis ansiedeln, ergänzt durch eine physiotherapeutische Praxis und das Tagespflege-Angebot. Damit gelingt es uns, wieder eine medizinische Versorgung im kleinsten Stadtteil zu etablieren und die Lebensqualität gerade für die älteren Menschen zu verbessern, die im Alltag auch auf Betreuung außerhalb ihres Zuhauses angewiesen sind“, unterstreichen Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) und der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (SPD).
Betreiber der Tagespflege im „Haus Maintal“ wird das regionale Familienunternehmen Kremer, das seit über 35 Jahren Pflegebedürftige ambulant im Main-Kinzig-Kreis versorgt und seit rund zehn Jahren Tagespflegeeinrichtungen an mehreren Standorten betreibt. Geschäftsführer Patrick Kremer war kürzlich im Rathaus und auf der Baustelle, um sich über die Pläne für den Neubau und den Fortschritt der Abrissarbeiten zu informieren. „Die Tagespflege mit rund 20 Plätzen schafft einen sicheren und strukturierten Tagesrahmen mit pflegerischer Unterstützung für Senior*innen, die weiterhin im eigenen Zuhause wohnen und nur einzelne Tage in der Tagespflege Kremer ,Haus Maintal‘ verbringen. Damit ermöglicht die Tagespflege Entlastung für pflegende Angehörige und wird ein bedeutender Baustein der regionalen Versorgungsstruktur“, betont er. Damit auch ältere Menschen mit geringerem Einkommen das Angebot nutzen können, bezuschusst die Stadt die Tagespflegeplätze. Dies soll den Eigenanteil der Gäste reduzieren.
Das neue Gebäude wird sich mit seiner Architektur harmonisch in die umgebende Bebauung einfügen. Der Sockel des Erdgeschosses trägt zwei Baukörper mit Satteldächern. Im Erdgeschoss werden die barrierefreien Praxisräume angesiedelt, im ersten Obergeschoss die Tagespflege und im zweiten Obergeschoss die geförderten Wohnungen, die durch die Stadt vergeben werden.
Patrick Kremer, Geschäftsführer der Kremer Pflegedienste (Zweiter von links), informierte sich gemeinsam mit Bürgermeisterin Monika Böttcher, MIG-Geschäftsführer Daniel Schächtele und Kathleen Wendler als Leiterin des Fachbereichs Soziale Dienste (rechts) im Rathaus und auf der Baustelle über die Planungen für das Wohn- und Ärztehaus mit Tagespflege sowie den Fortschritt der Abbrucharbeiten. © Stadt Maintal
Die Visualisierung zeigt die Ansicht des neuen Wohn- und Ärztehauses der Maintal Immobilien Gesellschaft von der Hanauer Straße aus. © Visualisierung Winter Bauconcept Architekten Ingenieure




