Es ist das Jahr 1830. In Preußen und Kurhessen herrscht Revolutionsstimmung. Zahlreiche Dienstgebäude und Zollhäuser werden besetzt, die Akten verbrannt und die Beamten vertrieben. In Heldenbergen ist Kirchweih, Samstagnachmittag versucht eine Anzahl Aufständiger aus dem preußischen Windecken das im Jahre 1829 im kurhessischen Heldenbergen erbaute Zollhaus zu stürmen Als die Jugend von Heldenbergen davon Kenntnis erhält, greifen sie die Aufständigen an und schicken sie unausgerichteter Dinge wieder heim. Dann wird fröhlich Kirchweih gefeiert, bis am Montagabend der Ruf „Feuer“ ertönt. Die Flammen zerstören die Scheunen der Nassburg bis auf die Grundmauern, Die Untersuchungen ergeben, dass das Feuer vermutlich von den Aufständigen aus Rache gelegt wurde. Der hessische Staat übernimmt den entstandenen Schaden. Als Dank für die Einsatzbereitschaft der Bevölkerung gewährt der Großherzog der Gemeinde einen Wunsch zum Wohle des Dorfes.
48 Jahre später. Die Bahnstrecke Hanau-Friedberg wird gebaut. Sie führt direkt am Dorf vorüber, ein Bahnhof für Heldenbergen ist aber nicht geplant. Der preußische Staat als Bauträger hat als Standort für den Bahnhof einen Platz zwischen Ostheim und Windecken vorgesehen. Viele Heldenberger sähen den Bahnhof aber lieber in Heldenbergen. Da besinnt man sich auf das Versprechen des Großherzogs. Bürgermeister Löhner wird beauftragt, beim Großherzog in Darmstadt den Wunsch persönlich vorzubringen. Dieser Schritt hat den gewünschten Erfolg, der Bahnhof wird in Heldenbergen erbaut. So erntet die Gemeinde Heldenbergen den verspäteten Dank für die...



