Sommer 1788 in Rudolstadt. Der aufrührerische Dichter Friedrich Schiller und zwei mittellose Schwestern aus dem thüringischen Adel verbringen eine unvergessliche Zeit, die sie für immer aneinander binden wird. Die unglücklich verheiratete Caroline von Beulwitz und ihre schüchterne Schwester Charlotte von Lengefeld sind ein Herz und eine Seele, selbst dann, wenn sie sich unsterblich in den gleichen Mann verlieben. Sie nehmen ihren Schwur ernst, alles miteinander zu teilen, auch den Autor der „Räuber“, Friedrich Schiller. Caroline sieht in Schiller endlich die ersehnte Liebe, die schüchterne Charlotte hingegen träumt schon lange von einem Gatten. Charlotte geht die Ehe mit Schiller ein, sodass die Ménage-à-trois unter dem Deckmantel der Konvention fortgesetzt werden kann. Caroline, deren Roman Schiller anonym publiziert, verlässt ihren Mann. Als sie schwanger wird, zerbricht das fragile Gleichgewicht des Liebesdreiecks. Doch Schiller ringt um beide Schwestern.
Regie führt in diesem Film Dominik Graf, der in eigener künstlerischer Qualität sozusagen als Erzähler den Zuschauer durch diese Geschichte einer Ménage-à-trois begleitet, also die Utopie einer Liebe, die nicht den Konventionen der Paarbeziehung gehorchen will. Er stellt in seinem ersten abendfüllenden Kinofilm seit acht Jahren nicht den wilden Starautor Friedrich Schiller in den Mittelpunkt, sondern die ewig aktuelle Frage: Kann man eine ungewöhnliche Liebe leben? Das kulturelle Zentrum Weimar, die Entwicklung des Buchdrucks und die Französische Revolution liefern den Hintergrund zu der leidenschaftlichen Liebesgeschichte.
Neben Hannah Herzsprung und Henriette Confurius als die beiden Schwestern Caroline und Charlotte spielt Florian Stetter den jungen Friedrich Schiller. Gezeigt wird der Film am Mittwoch, 18.02.2015, 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro und wie immer sind auch Männer herzlich willkommen.


