TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Nidderaus Grüne wehren sich gegen "unsachliche Kritik der CDU"

Nidderaus Grüne wehren sich gegen "unsachliche Kritik der CDU"

In der Sitzung des Nidderauer Stadtparlaments zum Haushalt kam es zu heftigen Diskussionen und persönlichen Angriffen.

Die Grünen distanzieren sich davon aber werfen der Opposition vor, bewusst Fakten zu ignorieren und stattdessen auf „wahlkampftaugliche Polemik“ zu setzen: "Die ständigen Äußerungen der CDU, wonach die fehlende Vorlage des finalen Jahresabschlusses der Stadt Nidderau zu einer undurchsichtigen Haushaltslage führe, entbehren jeder sachlichen Grundlage. Sämtliche relevanten Daten – vom vorläufigen Jahresabschluss über den aktuellen Kassenstand bis hin zum Haushaltsplan – liegen vor und bieten eine valide Grundlage für politische Entscheidungen", heißt es in einer Pressemitteilung.

„Die schwierige finanzielle Lage der Stadt war also schon bei der Haushaltseinbringung im Frühjahr bekannt. Es ist schon bemerkenswert, wie die CDU nun ein Theater inszeniert, und so tut, als wäre das eine neue Erkenntnis“, erklärt Nicole Stahlberg, Stadtverordnete der Grünen. „Für den Doppelhaushalt 2025/26 hat die CDU 50 Anträge gestellt. Das hätte Mehrkosten von acht bis 15 Millionen Euro verursacht – doch einen einzigen konkreten Sparvorschlag sucht man vergeblich. Statt sachlicher Lösungen dominierten pauschale Schuldzuweisungen und persönliche Angriffe gegen den Ersten Stadtrat Rainer Vogel (Bündnis 90/Die Grünen). Solche persönlichen Angriffe haben mit demokratischer Streitkultur nichts mehr zu tun. Wir alle wollen das Beste für die Stadt Nidderau, aber jeder hat seine eigene Ansicht dazu. Das sollten wir gegenseitig akzeptieren“, so Stahlberg abschließend versöhnlich.

Die Grünen betonen, dass die Haushaltsplanung transparent erfolgte und alle Fraktionen frühzeitig einbezogen worden seien. „Wer jetzt so tut, als sei ihm das alles neu, hat den Haushalt damals nicht gelesen oder handelt unehrlich“, heißt es aus der Fraktion. Besonders kritisch sehen die Grünen, dass die CDU trotz ihrer Kritik an Ausgabenposten in den letzten Jahren keinen einzigen Haushaltsantrag mit Einsparideen vorgelegt habe. „Sachpolitik bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – nicht, andere zu diffamieren, während man selbst keine Lösungen anbietet.“

Kommentare

3
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
5 monate vor
Zitat:
werfen der Opposition vor, bewusst Fakten zu ignorieren und stattdessen auf „wahlkampftaugliche Polemik“ zu setzen:
Diese Überheblichkeit der Grünen wird sich noch rächen.
Bisher scheint es noch niemand in der Partei gemerkt zu haben, dass der Politische Absturz nicht grundlos erfolgt.
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
2
felix
5 monate vor
...unsachliche Kritik...
Wenn man Revue passieren lässt, was die Ministerriege der ehemalig Friedensbewegten in ihrer Genialität zu verantworten hat (insbesondere die ehemalige Außenministerin und ihr Pendent im Wirtschaftsressort seien besonders erwähnt!), ist generell schwer vorstellbar, dass Kritik an dieser Gruppierung unsachlich sein könnte.
Vor dem Hintergrund des gesamtgesellschaftlich angerichteten Unheils sollten auch die Dorfgrünen, wenn es schon an Schuldbewusstsein mangelt, bescheidener auftreten.
Die Einsicht, dass es in andere Parteien ebenfalls Totalversagen gibt, exkulpiert nicht.
Gefällt mir 7 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis