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"Schlag ins Gesicht": CDU kritisiert Ortsvorsteher Sam Pfeifer

"Schlag ins Gesicht": CDU kritisiert Ortsvorsteher Sam Pfeifer
Benjamin Warlich, Ortsberat Erbstadt (links), Matthias Lochner, Ortsbeirat Eichen (rechts).

"In der kürzlich stattgefundenen Stadtverordnetenversammlung (STVV) in Nidderau-Ostheim äußerte sich der Eicher Ortsvorsteher, Sam Pfeifer, ablehnend gegenüber der Weiterentwicklung des Stadtteils Eichen/Erbstadt", so die CDU in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Seine Stellungnahme bezog sich auf die Tagesordnungspunkte 8 und 9, welche die Vergrößerung und Neuansiedlung von Vollversorgern (Supermärkten) im benachbarten Nidderauer Stadtteil Heldenbergen betrafen. Pfeifer vertritt die Ansicht, dass eine Weiterentwicklung von Eichen/Erbstadt nicht notwendig sei, da der Ort bereits über ausreichende Infrastruktur verfüge. Der Ortsvorsteher verweist auf die bereits erfolgte Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) und die Installation von E-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Vertreter der CDU Eichen stellen jedoch klar, dass sie den Bau des MVZs zwar begrüßen, aber bedauern, dass es an einem Ort ohne angemessene Verkehrsanbindung errichtet wird. Gleiches gilt auch für das neue Feuerwehrhaus. Die Installation von E-Ladesäulen ist für die Verringerung des CO2-Ausstoßes von Autos dringend notwendig, um so den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben, ihre Elektrofahrzeuge aufzuladen, wenn dies zu Hause nicht möglich ist."

Die CDU distanziert sich ausdrücklich von den Aussagen des Ortsvorstehers und betont, dass die Weiterentwicklung der Stadtteile Eichen und Erbstadt und das Wohl der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger stets an erster Stelle stehen sollten. Die Äußerungen von Sam Pfeifer seien für die Bürgerinnen und Bürger von Eichen, die eine infrastrukturelle Entwicklung wünschen, ein Schlag ins Gesicht. Die Anwesenheit eines Arztes im Ort und die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge aufzuladen, seien notwendig aber nicht ausreichend, um den Bedarf an lebensnotwendigen Lebensmitteln und täglichen Bedarfsgegenständen zu decken.

"Es ist für die CDU unverständlich, welche Gedanken zu solchen Aussagen führen. Die Tatsache, dass der Ausbau des Einzelhandels in Heldenbergen als wichtiger erachtet wird als die Ansiedlung eines Nahversorgers in Eichen ist für die CDU nicht nachvollziehbar. Wie sollen denn die Eicher und Erbstädter ohne Auto einkaufen? Mit dem Lastenfahrrad? Auch die Aussage verschiedener Koalitionsvertreter irritiert, die die Flächenversiegelung als Argument gegen eine Weiterentwicklung der Stadtteile anführen, während dies in Heldenbergen scheinbar keine Rolle zu spielen scheint. Die Frage nach dem Unterschied der Flächenversiegelung zwischen Heldenbergen und Eichen bleibt bisher unbeantwortet, insbesondere da die Bodenwerte in Heldenbergen deutlich höher sind als in Eichen. Ein Nahversorger vor Ort verkürzt die Wege zum Einkaufen und verbessert somit die Infrastruktur der Stadtteile Eichen und Erbstadt. Die Aussagen des Eicher Ortsvorstehers bekräftigen aus Sicht der CDU Nidderau die im Koalitionsvertrag festgehaltene rot-grüne Politik, die eine Weiterentwicklung der Infrastruktur in Eichen und Erbstadt ablehnt. Die CDU Nidderau setzt sich stattdessen für einen gut erreichbaren Nahversorger ein", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

ortsbeircdueichan az

Benjamin Warlich, Ortsberat Erbstadt (links), Matthias Lochner, Ortsbeirat Eichen (rechts).

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Kommentare

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Nicole Stahlberg
2 jahre vor
Als Stadtverordnete war ich bei der Sitzung anwesend. Herrn Pfeiffers Wortbeitrag wird hier falsch wiedergegeben. Er hat sich in keiner Weise ablehnend zur Entwicklung von Eichen und Erbstadt geäußert, sondern trat mal der wohlfeilen Mär entgegen, in Eichen würde nichts und nie etwas passieren. Das war sachlich, überfällig und steht ihm auch als Ortsvorsteher gut an.Die Krokodilstränen, die hier von der CDU öffentlich darüber vergossen werden sind beispielhaft für unser politisches Klima in Nidderau.
Ich bedaure, dass diese Entgleisungen schon mehrere sehr engagierte Stadtverordnete zum Rückzug veranlasst haben, wobei getn mit dem Finger auf andere gezeigt und der Balken im eigenen Auge übersehen wird.
Lassen Sie uns zu sachlichen Debatten zurückfinden, dann wird es auch einfacher, politische Kompromisse zu suchen und alle haben etwas davon.
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