Der Vorsitzende Michael Bär überreichte ihm gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Sigrid Betz sowie Heinz Homeyer (Ortsvorsteher Windecken) die Ehrenurkunde und gratulierte im Namen des Ortsbezirkes. „60 Jahre Parteimitgliedschaft sind alles andere als selbstverständlich – das ist ein starkes Zeichen von Haltung, Verlässlichkeit und Verbundenheit mit unseren Werten“, betonte Michael Bär. „Gerd Hornung hat sich über Jahrzehnte für unsere Demokratie und für das Miteinander in Windecken und ganz Nidderau eingesetzt. Dafür sagen wir Danke – persönlich und im Namen der gesamten SPD vor Ort.“
Gerd Hornung wurde 1941 in Oberdorla bei Mühlhausen (Thüringen) geboren. Nach seiner Flucht aus der damaligen DDR war für ihn früh klar, sich politisch zu engagieren – in einer Partei, in der Freiheit, Mitbestimmung und Meinungsäußerung gelebte Realität sind. 1965 trat er in die SPD ein. Von 1968 bis 1972 war er Stadtverordneter – in einer prägenden Zeit, in der mit dem Zusammenschluss von Heldenbergen und Windecken die Stadt Nidderau entstand.
„Wer sich nach einer Flucht bewusst für demokratisches Engagement entscheidet und dann über Jahrzehnte dabeibleibt, bringt eine Lebenserfahrung mit, die uns bis heute Orientierung geben kann“, sagte Sigrid Betz. „Gerd Hornung steht für Standhaftigkeit und dafür, Demokratie im Alltag zu leben – mit klarer Meinung, aber immer mit dem Blick auf das Gemeinwohl.“
Auch innerparteilich übernahm Hornung Verantwortung: Um 1990 war er mehrere Jahre Vorsitzender des SPD-Ortsbezirks Windecken und galt als streitbarer, engagierter Genosse, der sich mit Nachdruck für sozialdemokratische Anliegen einsetzte. Darüber hinaus wirkte er im Vorstand der Sportfreunde Windecken sowie in weiteren Vereinen mit und stärkte damit über die Politik hinaus den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. „Gerd Hornung hat sich nicht nur politisch eingebracht, sondern auch das Vereinsleben in Windecken mitgetragen – das ist gelebte Heimatverbundenheit“, würdigte Heinz Homeyer. „Menschen wie er zeigen, dass Engagement viele Formen hat: im Parlament, in der Partei und im Ehrenamt. Das verdient großen Respekt.“



