Musikalisch und inhaltlich wurde die Veranstaltung von Schülerinnen der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden sowie der Bertha-von-Suttner-Schule begleitet.
In seiner Ansprache erinnerte Ortsbeiratsvorsitzender Heinz Homeyer an die bleibende Bedeutung des Volkstrauertags. Auch Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges sei das Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror aktueller denn je. „Der Krieg in der Ukraine hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist“, sagte Homeyer. Die gesellschaftlichen Debatten über Energieversorgung, Verteidigungsbereitschaft und mögliche Dienstpflichten zeigten, wie sehr sicherheitspolitische Fragen wieder in den Mittelpunkt rückten. Frieden, Freiheit und Demokratie müssten aktiv verteidigt und gelebt werden.
Homeyer rief dazu auf, den Volkstrauertag als Mahnung gegen das Vergessen zu verstehen. In einer Zeit zunehmender internationaler Spannungen brauche es mehr Dialog, mehr Zuhören und die Bereitschaft, Konflikten mit friedlichen Mitteln zu begegnen. „Wir müssen uns klar dafür entscheiden, in welcher Gesellschaft wir leben wollen – in einer freiheitlichen Demokratie oder unter einer Diktatur. Das Gedenken mahnt uns, Verantwortung zu übernehmen.“
Einen eindrucksvollen Impuls setzten Schülerinnen der Bertha-von-Suttner-Schule gemeinsam mit Schulpfarrer Martin Beinhauer. Mit Auszügen aus Bertha von Suttners Werk „Die Waffen nieder“ erinnerten sie an den historischen Appell für Frieden und Menschlichkeit und richteten ihn an die erwachsene Generation: Einsatz für Frieden sei Voraussetzung für eine freie Zukunft der jungen Menschen.
Auch Alexander Waitz von der Reservistenkameradschaft Nidderau unterstrich in seiner Rede die Rolle der Bundeswehr. Kein Soldat wünsche sich den Krieg, dennoch brauche eine wehrhafte Demokratie gut ausgebildete und ausgerüstete Soldatinnen und Soldaten, um inneren wie äußeren Frieden zu sichern. Eine starke, demokratisch verankerte Bundeswehr sei wesentliche Voraussetzung dafür, Aggressoren wirksam abzuschrecken.
Einen würdigen musikalischen Rahmen setzte die Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden mit passenden Musikstücken, die die Atmosphäre des stillen Gedenkens unterstrichen.


