Friedrich (84) und Waltraud (78) haben sich, wie so viele Paare ihrer Generation, beim Tanzen kennengelernt, genauer gesagt bei einem Maskenball in Niederdorfelden im Jahr 1962. Schnell war beiden klar, dass sie zusammengehören, deshalb verlobten sie sich noch im selben Jahr. Die Hochzeit fand dann zwei Jahre später statt – in Bergen, dem Geburtsort von Waltraud, die damals noch Prasser hieß. Friedrich war als Sechsjähriger gemeinsam mit seiner Familie aus seinem Heimatort Neudorf im Sudetenland, das heute Nová Ves heißt, vertrieben worden. Zunächst kam er mit seiner Mutter auf die Insel Rügen und lebte später mit ihr in Blankenburg im Harz. Groß war die Freude, als die Familie Nachricht vom Vater bekam und die wiedervereinigte Familie sich in Frankfurt niederließ, erst im Gebiet Mainkur, später zog die Familie nach Bergen, wo Friedrich seine Waltraud kennenlernen sollte. Während Waltraud eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert hatte und später im gastronomischen Bereich in Steinheim, Bischofsheim und Hochstadt arbeitete, ließ sich Friedrich als junger Mann in einem Frankfurter Unternehmen als Dreher ausbilden. Seinen späteren Arbeitsplatz fand er in Niederdorfelden.
Die 1960er Jahre waren geprägt von Aufbruchsstimmung und das Paar blickte gemeinsam optimistisch in die Zukunft. Zunächst wohnten die beiden in Bergen, später in Bischofsheim. Das Paar entschloss sich, ein Eigenheim in Windecken zu bauen, da dort die Baupreise noch erschwinglich waren. Friedrich und Waltraud sind immer gern gereist und gewandert und haben gern Zeit in den Bergen verbracht. Beide sind gesellig und soweit möglich, noch im Lauftreff aktiv. Zur diamantenen Hochzeit gratulieren Sohn Thomas mit seiner Frau Sonja sowie die drei Enkelinnen Franziska, Rebecca und Katharina.
Von links: Bürgermeister Andreas Bär, Friedrich und Waltraud Nowotny und Landrat Thorsten Stolz. Die Eheleute feierten das Fest der diamantenen Hochzeit.



